Aktualisiert 20.10.2006 04:21

Todeskandidat bringt sich vor Hinrichtung selbst um

Am Donnerstagabend sollte er hingerichtet werden. Um sich seiner Strafe zu entziehen, hat sich ein Todeskandidat in Texas kurz vor seiner Hinrichtung selbst das Leben genommen.

Demnach brachte sich der 29-Jährige Häftling Michael Johnson tödliche Verletzungen an Vene und Arterie des rechten Arms bei. Nach einem Bericht des örtlichen Fernsehsenders KWTX fanden Wächter Johnson am Donnerstagmorgen in einer riesigen Blutlache in seiner Zelle. Dies teilte die Gefängnisverwaltung des US-Bundesstaats mit.

Johnson habe einen unbeobachteten Moment zur Selbsttötung genutzt, hiess es. Kurz vor der Hinrichtung werden Todeskandidaten alle 15 Minuten kontrolliert.

Der Gefangene sollte am Donnerstagabend mit einer Giftinjektion hingerichtet werden. Johnson war wegen Mordes an einem Angestellten einer Tankstelle im Jahr 1995 zum Tode verurteilt worden. Seit Jahresbeginn wurden in den USA 45 Häftlinge hingerichtet. (sda)

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