Todeskandidat zündet Zelle an
Aktualisiert

Todeskandidat zündet Zelle an

Erneut ist im US-Bundesstaat Texas ein zum Tode Verurteilter hingerichtet worden.
Wenige Stunden vor seiner Hinrichtung versuchte er noch, seine Zelle in Brand zu stecken.

Der 51-Jährige wurde durch Giftspritze im Gefängnis von Huntsville getötet, wie die Strafvollzugsbehörde mitteilte.

Zuvor versuchte er seine Zelle anzünden. Die Flammen wurden jedoch von den Wächtern sofort gelöscht. Der Hingerichtete soll 1994 gemeinsam mit drei Mitangeklagten zwei Mitglieder seiner Gang umgebracht haben, die er verdächtigte, bei der Geldwäsche für die kolumbianische Drogenmafia grössere Summen unterschlagen zu haben. Er beteuerte bis zuletzt seine Unschuld.

Er ist der zwölfte Todeskandidat in den USA, der seit Jahresbeginn hingerichtet wurde - elf davon in Texas. Schon am Mittwoch war in Huntsville bereits ein Todesurteil vollstreckt worden, für April sind drei weitere Hinrichtungen geplant. US-weit warten derzeit rund 3300 Gefangene im Todestrakt auf die Vollstreckung ihres Urteils. (sda)

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