Aktualisiert

Todeslawine verschluckt drei Menschen

Bei vier Lawinenabgängen am Arlberg in Österreich sind drei Menschen ums Leben gekommen und zwei weitere schwer verletzt worden. Die Schneesportler waren alle abseits markierter Pisten unterwegs.

Die erste Lawine ging um 11 Uhr in St. Anton am Gampberg im Rendlgebiet nieder. Unter den Schneemassen kamen zwei Personen ums Leben; ihre Identität ist noch unklar. Eine weitere Person wurde schwer verletzt. Für die Bergung der Lawinenopfer standen die Bergrettung, die Polizei, Suchhunde und zwei Helikopter im Einsatz.

Ein zweiter Abgang ereignete sich um 11.30 Uhr in Lech am Arlberg. Die Lawine wurde von einer australischen Snowboard-Gruppe ausgelöst. Eine Mann wurde verschüttet. Er war mit einem Lawinensuchgerät ausgerüstet und konnte rasch gerettet werden. Der Snowboarder brach sich ein Bein. Er wurde ins Spital geflogen.

Eine halbe Stunde später ging in Lech erneut eine Lawine nieder, diesmal im Gebiet Stierloch. Sie begrub einen Schneesportler aus Deutschland unter sich. Der Mann konnte nach seiner Bergung durch nachfolgende Skifahrer nicht mehr reanimiert werden. Er verstarb.

Schliesslich ging gegen 16.30 Uhr eine vierte Lawine in Gargellen im Montafon nieder. Nach Informationen der Polizei Gaschurn war vorerst unklar, ob Personen von den Schneemassen erfasst wurden. Die Sondierungsarbeiten waren noch im Gang.

Das Schneebrett müsse sich bereits vor Stunden gelöst haben, hiess es bei der Polizei. Eine «Einfahrtsspur» in den Lawinenkegel sei sichtbar. In den Vorarlberger Bergen herrschte erhebliche Lawinengefahr der Stufe 3 auf der fünfstufigen Gefahrenskala. (sda)

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