Todespfleger: Freispruch für Arzt

Aktualisiert

Todespfleger: Freispruch für Arzt

Das Luzerner Obergericht hat den ehemaligen Heimarzt im Fall des Luzerner Todespflegers vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen.

Die entscheidende Frage war, ob der Heimarzt durch früheres Melden der aussergewöhnlichen Todesfälle im Luzerner Pflegeheim Eichhof den Tod des letzten Opfers hätte verhindern können. Anders als die Vorinstanz sieht das Obergericht diese Voraussetzung nicht als gegeben. Das gestern veröffentlichte Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Privatkläger, der Sohn des letzten Opfers, will die genaue Urteilsbegründung noch abwarten und erst dann entscheiden, ob er den Fall an das Bundesgericht weiterziehen wird. Das Amtsgericht Luzern-Stadt hatte den Arzt im Juni 2007 verurteilt; dieser zog das Urteil ans Obergericht weiter (20 Minuten berichtete).

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