Aktualisiert 21.01.2005 11:45

Todespfleger: Mord oder nur vorsätzliche Tötung?

Im Prozess gegen den Luzerner Todespfleger hat die Verteidigung auf eine Verurteilung wegen mehrfacher vorsätzlicher Tötung in 22 Fällen und einem vollendeten Versuch dazu plädiert. Die Anklage dagegen spricht von Mord in fünf Fällen.

Er sei dafür nach Ermessen des Gerichts zu bestrafen. In vier weiteren Fällen sei er dagegen freizusprechen. Dasselbe gelte auch in Bezug auf den Mordvorwurf. Die Anklage fordert dagegen vor dem Luzerner Kriminalgericht für den Pfleger wegen Mordes in fünf Fällen sowie vorsätzlicher Tötung in 19 Fällen und drei Tötungsversuchen 17 Jahre Zuchthaus. Der 36-jährige Pfleger hatte zwischen 1995 und 2001 in Innerschweizer Altersheimen betagte wehrlose Pflegepatientinnen und -patienten mit Sedierungsmitteln vergiftet und mit einen Plastiksack erstickt. Aufgeflogen war der Pfleger, nachdem die Polizei am 11. Juni 2001 über eine Häufung von Todesfällen im Pflegeheim Eichhof in Luzern orientiert worden war. Er gestand darauf Tötungen nicht nur im Pflegeheim Eichhof, sondern auch im Pflegeheim am Schärme in Sarnen (OW), im Pflegeheim Seematt in Küssnacht am Rigi (SZ) sowie in je einem Fall am Kantonsspital Obwalden. Das Urteil wird in gut einer Woche erwartet. (dapd)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.