Aktualisiert 23.01.2015 15:14

St. Gallen

Todesraser (23) erhält mildere Strafe

Das Kantonsgericht St. Gallen hat die Strafe für den Todesraser von Staad SG von sechs auf fünf Jahre reduziert. Eine Verurteilung wegen vorsätzlicher Tötung sei nicht angebracht.

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Am 17. Januar 2012 kam es auf der Hauptstrasse in Staad zu einer Frontalkollision zwischen zwei Personenwagen.

Am 17. Januar 2012 kam es auf der Hauptstrasse in Staad zu einer Frontalkollision zwischen zwei Personenwagen.

Kapo SG
Ein BWM geriet auf die Gegenfahrbahn...

Ein BWM geriet auf die Gegenfahrbahn...

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und kollidierte frontal mit einem korrekt entgegenkommenden Kleinwagen eines Pizzakuriers.

und kollidierte frontal mit einem korrekt entgegenkommenden Kleinwagen eines Pizzakuriers.

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Der Mann hatte vor drei Jahren einen schweren Unfall verursacht, bei dem ein 53-jähriger Pizzakurier ums Leben kam. Das Bezirksgericht Rorschach hatte den Raser im Dezember 2013 wegen fahrlässiger Tötung und mehrfacher Gefährdung des Lebens zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt. Das Kantonsgericht bestätigte das Urteil weitgehend, senkte die Strafe aber um ein Jahr.

Keine vorsätzliche Tötung

Das Verhalten des 23-jährigen Angeklagten sei leichtsinnig und rücksichtslos gewesen, heisst es in dem am Freitag publizierten Urteil. Ein Schuldspruch wegen vorsätzlicher Tötung, den die Familie des Opfers verlangt hatte, sei laut Gericht wegen der strengen bundesgerichtlichen Voraussetzungen nicht möglich.

Im Berufungsverfahren vom Dienstag verlangte der Verteidiger Freisprüche vom Vorwurf der mehrfachen Gefährdung des Lebens und von den Verkehrsregelverletzungen. Der 23-Jährige, der im vorzeitigen Strafvollzug sitzt, sei zu einer Freiheitsstrafe von höchstens 30 Monaten, davon 24 Monate bedingt, zu verurteilen.

Familienvater starb am Unfallort

Der Beschuldigte war am 17. Januar 2012 betrunken mit seinem 420 PS starken Auto von Rorschach in Richtung Rheineck gerast. Er geriet auf die Gegenfahrbahn und rammte frontal den Kleinwagen eines 53-jährigen Pizzakuriers. Der türkische Familienvater wurde im Wrack eingeklemmt und starb noch am Unfallort.

Der Unfallverursacher und sein Mitfahrer kamen mit leichten Verletzungen davon. Gemäss der Unfalluntersuchung war der Raser mit 105 bis 120 km/h durch die Tempo-50-Zone gefahren, als er die Kontrolle über das Auto verlor.

Der Entscheid ist noch nicht rechtskräftig.

(sda)

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