Todesraser «Turbo-Rolf» geht in Berufung
Aktualisiert

Todesraser «Turbo-Rolf» geht in Berufung

Vor dem Landgericht Karlsruhe hat am Dienstag der zweite Prozess um einen tödlichen Autobahn-Raserunfall begonnen.

In diesem Berufungsverfahren soll geklärt werden, ob ein Test-Ingenieur durch Drängeln den Tod zweier Menschen verursachte.

Das Amtsgericht hatte den Mann im Februar wegen fahrlässiger Tötung zu eineinhalb Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt. Der 35- Jährige legte Berufung ein.

«Ich bin mir hunderprozentig sicher, dass ich nichts mit dem Fall zu tun habe», sagte der Angeklagte am Dienstag zu Beginn des Berufungsverfahrens vor dem Landgericht Karlsruhe. «So tragisch er auch ist: Ich möchte das er neu aufgerollt wird.

Aus Sicht des Amtsgerichts fuhr der DaimlerChrysler-Ingenieur mit einem Sportcoupé bei Karlsruhe so dicht auf einen Kleinwagen auf, dass die Fahrerin das Steuer herumriss. Der Wagen prallte gegen Bäume. Die 21-jährige Frau und ihre zweijährige Tochter waren sofort tot.

Der von seinen früheren Kollegen «Turbo-Rolf» genannte Mann hatte eine Beteiligung an dem Unfall von Anfang an bestritten. Sein neuer Anwalt will einen Freispruch für seinen Mandanten erreichen. Das Verfahren ist auf acht Verhandlungstage angesetzt. (sda)

Deine Meinung