Todesschüsse in Altstetten: Rätsel um das Tatmotiv
Aktualisiert

Todesschüsse in Altstetten: Rätsel um das Tatmotiv

Der Mazedonier B.A.* hat am Samstag in Zürich-Altstetten seinen Landsmann I.A.* erschossen. Kurz darauf stellte er sich der Polizei.

Kurz vor 16 Uhr wurde vor der Haustür des Mehrfamilienhauses an der Altstetterstrasse der 45-jährige Familienvater I.A. erschossen. «Plötzlich hörte ich Schüsse. Einen Augenblick später klingelte ein alter Mann an der Tür», erzählt ein Bewohner. «Ich ging zur Haustür hinunter. Dort zeigte er auf das am Boden liegende Opfer.» Trotz sofortiger Reanimation verstarb I.A. noch am Tatort. «Kurz nach der Tat kam ein 32-jähriger Mazedonier in die Regionalwache Aussersihl und sagte, er habe soeben einen Mann erschossen», so Stadtpolizeisprecher René Ruf.

Das Tatmotiv des mutmasslichen Täters B.A. ist bislang unklar. Recherchen von 20 Minuten ergaben, dass Täter und Opfer Geschäftspartner gewesen waren und zusammen eine Baufirma betrieben hatten. Der 32-jährige B. A. habe nie gesagt, dass er in Schwierigkeiten sei, erzählt ein Onkel.

Gestern wussten die Angehörigen des mutmasslichen Täters noch nichts von dem Tötungsdelikt. «Wir haben keine Ahnung, was passiert ist und wo er gerade ist», so der Onkel. Die Frau und die beiden Kinder von B. A. seien am Samstagabend ahnungslos aus den Ferien zurückgekehrt und hätten verzweifelt auf eine Nachricht von ihm gewartet. Im Gegensatz dazu verbreitete sich die Nachricht im Wohnhaus des verstorbenen I. A. wie ein Lauffeuer. «Er war ein netter Mann», so eine Nachbarin.

Yvonne Eisenring

*Namen der Redaktion bekannt

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