Vor Gericht abgeblitzt: Todesspritze auch bei Übergewicht
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Vor Gericht abgeblitztTodesspritze auch bei Übergewicht

Ein US-Bundesgericht und der Oberste Gerichtshof des US-Staats Ohio sehen in Übergewicht kein Hindernis für die Todesspritze: Richard Cooeys Hinrichtung kann am Dienstag wie geplant stattfinden.

Die Gerichte wiesen am Donnerstag den Einspruch eines zum Tode verurteilten Mörders und Vergewaltigers zurück. Richard Cooeys Hinrichtung könne am Dienstag wie geplant stattfinden. Cooeys Anwälte hatten erklärt, dass es wegen der Fettleibigkeit ihres Mandanten nur sehr schwer möglich sein würde, seine Venen zu finden und er so wohl nicht richtig in Narkose versetzt werden könnte.

Cooey ist der Klageschrift zufolge etwa 1,70 Meter gross und 121 Kilogramm schwer. Die Anwälte stützen sich auf ein Gutachten einer Krankenschwester, die bereits 2003, als Cooey noch etwas weniger fett war, festgestellt habe, dass seine Venen praktisch nicht zu finden seien. Im US-Staat Ohio wird die Hinrichtung mit der Giftspritze vollzogen, dabei kommen nach der Narkose mit der zweiten und dritten Injektion die tödlichen Substanzen.

Der heute 41-Jährige wurde wegen Vergewaltigung und Ermordung von zwei Studentinnen im Jahr 1986 zum Tode verurteilt. 2003 wurde seine bereits angesetzte Hinrichtung in buchstäblich letzter Minute von einem Richter aufgehalten. Im April unterlag er jedoch in einem neuen Rechtsstreit. (dapd)

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