Todesstrafe für Europäer in Indonesien
Aktualisiert

Todesstrafe für Europäer in Indonesien

Ein Gericht in der indonesischen Hauptstadt Jakarta hat zwei Europäer und fünf Chinesen wegen der Herstellung grosser Mengen der Droge Ecstasy zum Tode verurteilt.

Der 61 Jahre alte Niederländer und der 43 Jahre alte Franzose seien im vergangenen Jahr schuldig befunden worden, ein grosses Ecstasy-Labor bei Jakarta betrieben zu haben, sagte ein Sprecher des Obersten Gerichtshofs.

Sie seien noch nicht über die Strafe informiert worden. Die fünf Chinesen seien in einem gesonderten Prozess verurteilt worden, weil sie bei der Ecstasy-Produktion geholfen hätten.

Die Richter hätten sich für die Todesstrafe entschieden, weil die Vergehen in Zusammenhang mit organisierter Kriminalität stünden, «und das ist sehr gefährlich», sagte der Justizsprecher.

Todesstrafe nach Rekurs

Die harten Strafen seien verhängt worden, nachdem die sieben Verurteilten gegen das ursprüngliche Strafmass - lebenslänglich für die Europäer und je zwanzigjährige Haftstrafen für die Chinesen -in Berufung gegangen seien. Laut dem Sprecher wurden zuvor bereits zwei weitere Betreiber des Drogenlabors zum Tode verurteilt.

Die Staatsanwaltschaft hatte während der Prozesse im vergangenen Jahr erklärt, es handle sich um eines der grössten Drogenlabors, die je in Südostasien entdeckt worden seien. Sie hatte die Todesstrafe gefordert. (sda)

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