Aktualisiert 16.02.2005 09:34

Todesstrafe für gescheiterten Selbstmörder?

Drei Wochen nach einem Zugunglück mit elf Toten in Südkalifornien hat ein lebensmüder Mann seine Schuld an dem Unglück zurückgewiesen.

Der wegen 11-fachen Mordes angeklagte Juan Manuel Alvarez bekannte sich vor einem Gericht in Los Angeles «nicht schuldig». Nach US-Medienberichten muss der 25- jährige Mann Mitte März wieder vor Gericht erscheinen.

Ihm wird vorgeworfen, mit Selbstmordabsichten sein Fahrzeug auf einem Bahnübergang am Stadtrand von Los Angeles geparkt zu haben. Ein Vorortzug streifte das Fahrzeug, entgleiste und stiess mit einem entgegenkommenden Zug zusammen. 180 Menschen wurden teilweise schwer verletzt.

Alvarez war kurz vor der Kollision aus dem Auto gesprungen. Aus Verzweiflung über das Scheitern seiner Ehe wollte er sich nach eigenen Angaben das Leben nehmen. Die Staatsanwaltschaft hat den Lebensmüden wegen «besonderer Umstände» angeklagt. Somit könnte im Falle einer Verurteilung die Todesstrafe verhängt werden.

(sda)

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