Todesstrafe für Mörder einer Neunjährigen
Aktualisiert

Todesstrafe für Mörder einer Neunjährigen

Ein Gericht in Florida hat einen Sexualstraftäter wegen der Vergewaltigung und Tötung eines neunjährigen Mädchens zum Tode verurteilt.

John Couey hatte den Ermittlungen zufolge im Februar 2005 die kleine Jessica aus ihrem Schlafzimmer entführt und in sein nahegelegenes Mobilheim gebracht. Dort vergewaltigte er sie, bevor er sie lebendig begrub. Ihre Leiche wurde drei Wochen später keine 150 Meter von ihrem Elternhaus entfernt gefunden.

Couey zeigte keine Regung, als Richter Ric Howard erklärte, der Angeklagte werde wegen der Entführung, der Vergewaltigung und des Todes von Jessica hingerichtet. Die Geschworenen hatten Couey im März schuldig gesprochen und mit zehn zu zwei Stimmen die Todesstrafe empfohlen. Die endgültige Entscheidung lag jedoch bei Richter Howard. Der wies das Argument von Coueys Anwalt zurück, sein Mandant sei geistig zurückgeblieben und dürfe daher laut Gesetz nicht hingerichtet werden.

Couey war bereits ein verurteilter Sexualstraftäter, als er das Verbrechen an Jessica beging. Er wurde verhaftet und gestand die Tat. Das Geständnis wurde allerdings als Beweismittel nicht zugelassen, weil kein Anwalt zugegen war. Die Ermittler fanden jedoch DNA von Jessica und Couey auf der Matratze in seinem Zimmer sowie Fingerabdrücke des Kindes in einem Schrank, in dem er sie versteckt haben soll. (dapd)

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