40 Prozent sagen Ja: Todesstrafe für Schweizer Terroristen befürwortet
Aktualisiert

40 Prozent sagen JaTodesstrafe für Schweizer Terroristen befürwortet

Der Fall zweier ermordeter Rucksack-Touristinnen in Marokko hat 2018 auch hierzulande Bestürzung ausgelöst. Für zwei Verdächtige mit Schweizer Pass steht die Todesstrafe im Raum.

von
scl
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Der Genfer Kevin Z. wurde am 29. Dezember 2018 in Marrakesch festgenommen. Er ist bereits der zweite Schweizer Verdächtige, der im Fall der beiden ermordeten Rucksack-Touristinnen in Marokko verhaftet wurde.

Der Genfer Kevin Z. wurde am 29. Dezember 2018 in Marrakesch festgenommen. Er ist bereits der zweite Schweizer Verdächtige, der im Fall der beiden ermordeten Rucksack-Touristinnen in Marokko verhaftet wurde.

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Die beiden Schweizer Doppelbürger sollen ...

Die beiden Schweizer Doppelbürger sollen ...

AFP/-
... in engem Kontakt mit einer Gruppe gestanden haben, die in den brutalen Doppelmord an den zwei Touristinnen aus Skandinavien verwickelt ist. Im Bild: Die drei Hauptverdächtigen, die die Dänin (24) und die Norwegerin (28) geköpft haben sollen.

... in engem Kontakt mit einer Gruppe gestanden haben, die in den brutalen Doppelmord an den zwei Touristinnen aus Skandinavien verwickelt ist. Im Bild: Die drei Hauptverdächtigen, die die Dänin (24) und die Norwegerin (28) geköpft haben sollen.

AFP/-

Die Forderung nach härteren Strafen nimmt zu. Und für einen beachtlichen Teil der Schweizer Bevölkerung scheint klar, dass Terroristen mit dem Tod bestraft werden sollen. 40 Prozent sagen gemäss einer neuen Umfrage Ja zur Todesstrafe, berichtet die «Schweiz am Wochenende».

Der Umfrage zugrunde liegt der Fall zweier brutal ermordeter skandinavischer Rucksack-Touristinnen. Sie wurden 2018 enthauptet im Atlas-Gebirge Marokkos gefunden. Kurz nach dem Verbrechen konnte die Polizei vor Ort mehrere Verdächtige festnehmen – unter ihnen auch zwei Männer mit Schweizer Pass. Sie sollen aus Genf stammen und der Terrormiliz Islamischer Staat die Treue geschworen haben.

Forderung flammt wieder auf

Aus der neuen, repräsentativen Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts marketagent.com geht hervor, dass es 40 Prozent der Befragten für richtig hielten, wenn die beiden Schweizer Doppelbürger mit dem Tod bestraft würden. An der Umfrage haben 1000 Personen im Alter von 14 bis 65 Jahren teilgenommen. 45 Prozent der Männer und 34 Prozent der Frauen stimmten demnach für die Todesstrafe. Terroristen, die gezielt töten, sollen hingerichtet werden, sagen 36 Prozent der Befragten – auch unabhängig vom Fall in Marokko.

Ein SRF-Journalist hat im Dezember ein Foto des Verdächtigen geteilt:

Katastrophen aus aller Welt in Echtzeit und häufige Berichte über schwere Verbrechen – darin sieht der emeritierte deutsche Rechtsprofessor Franz Streng die Hauptgründe für die wiederaufflammende Forderung nach der Todesstrafe. «So etwas löst Mitleid mit den Opfern aus – und Wut und Vergeltungswünsche gegen die Täter.»

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