Aktualisiert 17.09.2007 12:57

Todesstrafe für Zwölfjährigen

In Saudi-Arabien sitzt ein Zwölfjähriger in der Todeszelle. Wenn seine Familie das «Blutgeld» nicht fristgerecht zusammenbringt, wird der Junge enthauptet.

Der Minderjährige soll exekutiert werden, weil er im Streit einen arabischen Jugendlichen getötet habe, berichtet «Spiegel Online» unter Berufung auf saudi-arabische Medien. Nach saudischem Recht hat die Familie des Opfers jedoch die Möglichkeit, die Vollstreckung des Todesurteils zu verhindern, indem sie ein sogenanntes «Blutgeld» akzeptiert.

Im vorliegenden Fall fordere die Familie des Opfers eine Summe von drei Millionen Rial (knapp 950 000 Franken), schreibt «Spiegel Online».

Da die Mutter des zwölfjährigen Todeskandidaten Witwe ist und zahlreiche Kinder allein zu versorgen hat, bittet sie um Spenden für ihren Sohn. Bisher hat sie jedoch erst rund 250 000 Rial sammeln können. Noch hat die Frau Zeit - die Familie des Opfers hat ihr eine Frist von drei Jahren gesetzt. Ist die volle Summe bis dahin nicht entrichtet, wird der Junge hingerichtet.

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