Aktualisiert 04.05.2006 20:44

Todesstrafe fürs Reden mit der Hamas?

Der israelische Politiker Avigdor Liebermann hat die Todesstrafe für Abgeordnete gefordert, die mit Führern der militanten libanesischen Hisbollah oder der Hamas zusammengetroffen sind.

Lieberman, dessen Partei Partei Israel Beitenu bei der Parlamentswahl zwölf der 120 Sitze in der Knesset errang, zielte damit auf die arabischen Abgeordneten im Parlament. Sie seien Kollaborateure, die wie die Kollaborateure des Nazi-Regimes behandelt und hingerichtet werden müssten.

«Am Ende des Zweiten Weltkriegs gab es die Nürnberger Prozesse und die Führer des Nazi-Regimes wurden hingerichtet. Aber nicht nur sie, sondern auch ihre Kollaborateure. Ich hoffe, das wird auch das Schicksal der Kollaborateure in diesem Haus sein», sagte Lieberman in der ersten Sitzung des neu gewählten israelischen Parlaments.

Der israelisch-arabische Abgeordnete Taleb A-Sana sagte, er sei schockiert, dass Lieberman ernsthaft als Anwärter auf einen Ministerposten im Gespräch war. «Was er sagt, hat überhaupt nichts mit Politik zu tun - das ist krankhaft», sagte A-Sana. (dapd)

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