Iranische Medien bezeichnen Hochaus-Sturz in Teheran als «seltsam»
Publiziert

«Seltsam»Schweizer Diplomatin stürzt vom 17. Stock – Tod in Teheran gibt Rätsel auf

Die Schweizerin, die tot in Teheran aufgefunden wurde, war eine erfahrene Diplomatin. Die Behörden haben die Ermittlungen aufgenommen.

1 / 3
Der Tod einer Schweizer Botschaftsmitarbeiterin in der iranischen Hauptstadt sorgt für Aufsehen.

Der Tod einer Schweizer Botschaftsmitarbeiterin in der iranischen Hauptstadt sorgt für Aufsehen.

VIA REUTERS
Die Mitarbeiterin des Schweizer Botschaft wurde vor diesem Hochhaus im Viertel Kamranieh im Norden der iranischen Hauptstadt gefunden. 

Die Mitarbeiterin des Schweizer Botschaft wurde vor diesem Hochhaus im Viertel Kamranieh im Norden der iranischen Hauptstadt gefunden.

VIA REUTERS
Todesumstände und Todeszeitpunkt sind derzeit noch unklar. 

Todesumstände und Todeszeitpunkt sind derzeit noch unklar.

VIA REUTERS

Darum gehts

  • In Irans Hauptstadt Teheran wurde die Leiche einer Mitarbeiterin der Schweizer Botschaft entdeckt.

  • Die Umstände ihres Todes sind unklar und sind jetzt Gegenstand von Ermittlungen.

  • Die Schweiz vertritt die Interessen der USA im Iran. Der Todesfall sorgt auch deshalb international für Aufsehen.

Im vornehmen Kamranieh-Viertel im Norden Teherans ist die Erste Sekretärin der Schweizer Botschaft im Iran tot aufgefunden worden. Recherchen von 20 Minuten zufolge handelt es sich bei der Verstorbenen um eine erfahrene Diplomatin, die für die Schweiz auch in Brasilien, Bulgarien und Österreich tätig war – allerdings will das Aussendepartement EDA dies weder bestätigen noch dementieren.**

In Teheran soll Frau in der Abteilung gearbeitet haben, welche die diplomatischen Interessen der USA im Iran vertritt, schreibt die Nachrichtenagentur DPA. Die Schweiz vertritt die Interessen Washingtons in Teheran, nachdem die diplomatischen Beziehungen zwischen dem Iran und den USA vor mehr als 40 Jahren abbrachen. Vor diesem Hintergrund werde der Tod der Schweizerin für internationale Schlagzeilen sorgen, mutmasst die britische Presse.

Die Erste Sekretärin sei vom 17. Stock ihres Wohnhochhauses gestürzt, sagte Mojtaba Khaledi, der Sprecher des iranischen Rettungsdienstes gemäss der Nachrichtenagentur Isna. Ihre Leiche sei am Dienstag von ihrem Angestellten im Garten des Wohnkomplexes entdeckt worden.

Ermittlungen zu Todesumständen

Die Behörden in Teheran haben die Ermittlungen aufgenommen. Ein Suizid stehe dabei nicht an erster Stelle, schreiben lokale Medien. Der Tod der Schweizerin sei «seltsam», befinden einige Onlineportale. Rettungsdienst-Sprecher Khaledi ging sogar so weit, einen Selbstmord auszuschliessen: «Der Absturz wurde bestätigt, es gibt keinen Selbstmord», sagte er gemäss «Iran International». Offiziell stehen zu diesem Zeitpunkt weder die Todesumstände noch der exakte Todeszeitpunkt fest.

Eine Sprecherin des Aussendepartements EDA in Bern bestätigte, dass eine Schweizer Mitarbeiterin der Botschaft in Teheran «tödlich verunglückt» sei. Aussenminister Ignazio Cassis sprach der Familie tiefes Beileid aus, und man sei in Kontakt mit Angehörigen. Nähere Angaben machte das EDA nicht.

** Korrektur: Die in der ersten Version genannte Person war nicht einwandfrei verifizierbar. Die Autorin (gux) bittet um Entschuldigung.

(gux)

Deine Meinung