Aktualisiert 14.07.2009 10:09

Michael JacksonTodesursache steht bald fest

Als Antonio Villaraigosa aus den Ferien kam, gab es ein Donnerwetter: Der Bürgermeister von Los Angeles ist wegen des Spendenaufrufs für die Jackson-Trauerfeier auf seine Beamten sauer. Das Obduktionsergebnis des Sängers wird diese Woche erwartet.

Hunderte Fans von Michael Jackson haben vor der O2-Arena in London des verstorbenen Popstars gedacht, der dort am Abend das erste von insgesamt 50 Comeback-Konzerten geben sollte. Es wurden Kerzen angezündet und Blumen abgelegt und Bilder von Jackson auf einen Bildschirm projiziert. Einige Fans tanzten. Auf Websiten von sozialen Netzwerken und Michael-Jackson-Fanseiten war zur Erinnerung an den am 25. Juni verstorbenen King of Pop aufgerufen worden.

Der Obduktionsbericht, der möglicherweise Aufschluss über Jacksons Tod gibt, wird möglicherweise bereits in dieser Woche fertig sein. Erste Untersuchungsergebnisse lägen bereits vor, teilte der Gerichtsmediziner Ed Winter am Montag mit. Die noch ausstehenden Resultate sollten Ende dieser oder Anfang nächster Woche vorliegen. Die Behörden würden mitteilen, sobald der Bericht vorliege und ihn dann am folgenden Tag veröffentlichen. Nach dem mysteriösen Tod des King of Pop gab es Spekulationen um eine mögliche Überdosis von Schmerzmitteln.

«Lächerlicher» Spendenaufruf

Unterdessen sorgt ein Spendenaufruf im Internet, mit der die Stadtverwaltung von Los Angeles einen Teil ihrer Kosten im Zusammenhang mit der Trauerfeier für Jackson finanzieren wollte, für Ärger. Die Spendenaktion sei «lächerlich», schimpfte der Bürgermeister nach seiner Rückkehr aus einem Urlaub in Südafrika über den Diensteifer seiner Beamten.

Los Angeles sei eine Weltstadt und als solche verantwortlich für die öffentliche Sicherheit. Die Stadt werde die insgesamt 1,4 Millionen Dollar an Kosten, die unter anderem für Überstunden von Polizisten und anderen städtischen Bediensteten entstanden sind, auch übernehmen, stellte der Verwaltungschef klar. Er werde weder die Öffentlichkeit noch die Firma AEG Live - den Betreiber der Arena, in der die Feier stattfand - noch die Familie Jackson um Geld bitten.

Bis vergangene Wochen hatten rund 1800 Fans insgesamt 35 000 Dollar gespendet. Zeitweise war die Website so stark besucht, dass sie zusammenbrach. Es war zunächst nicht zu erfahren, ob das Geld zurückerstattet wird oder was andernfalls damit geschieht. (dapd)

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