Aktualisiert 24.01.2008 16:11

Tödlich verunfallter Rekrut: Keine Sicherheitsgurten

Der Rekrut, der am Mittwochmorgen auf der A 1 bei Winterthur aus einem Personentransporter der Armee gefallen und tödlich verletzt worden ist, hat sich nicht angurten können.

Im Fahrzeug älteren Typs sind keine Sicherheitsgurten vorhanden.

Der Mercedes Sprinter, der in der Armee seit rund acht Jahren eingesetzt wird, verfügt an den Längsbänken auf der Ladefläche über keine Gurten, erklärte Felix Endrich, Sprecher Heer, nach Abklärung bei den Untersuchungsbehörden, auf Anfrage. Er bestätigte damit eine Meldung der Abendzeitung «heute» vom Donnerstag.

Zwar unterstehen auch Armeefahrzeuge dem Strassenverkehrsgesetz. Seit März 2006 müssen sie mit Gurten ausgerüstet sein. Für Fahrzeuge, die vor diesem Zeitpunkt in Verkehr gesetzt wurden, gilt allerdings eine Übergangsfrist bis 2010. Unter diese Regelung fällt auch der Unglücks-Transporter.

Weshalb sich eine der beiden hinteren Flügeltüren öffnete, ist nach wie vor unklar. Die Ermittlungen sind im Gange. Der 20-Jährige aus dem Kanton Solothurn war am Mittwochmorgen mit mehreren Kameraden einer RS in Freiburg auf der A1 unterwegs. Als die Tür sich öffnete fiel er auf die Strasse und wurde mehrmals überrollt. Er erlag seinen Verletzungen noch auf der Unfallstelle.

(sda)

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