Kriens: Tödliche Schlägerei: Drei Verhaftungen
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KriensTödliche Schlägerei: Drei Verhaftungen

Drei Männer, die am tödlichen Streit von 2. Januar in Kriens LU beteiligt waren, sitzen in Untersuchunghaft. Einer von ihnen gibt zu, das Opfer geschlagen zu haben. Die Behörden ermitteln nun auch wegen Kommentaren auf YouTube.

Nach der tödlichen Schlägerei von Anfangs Januar in Kriens hat die Luzerner Kantonspolizei drei tatbeteiligte Männer festgenommen. Nach Kommentaren im Internet behält sich der zuständige Amtsstatthalter vor, eine Untersuchung einzuleiten, wie die Luzerner Strafuntersuchungsbehörden am Mittwoch mitteilten.

Die Schlägerei zwischen zwei Gruppen hatte sich am frühen Morgen des 2. Januars ereignet. Dabei war ein 20-jähriger Mann mit einem Faustschlag zu Boden gestreckt worden. Er verstarb noch am selben Tag im Spital. Da der Obduktionsbericht zunächst nicht vorlag, ist die genaue Todesursache noch nicht bekannt. Die drei an der Auseinandersetzung beteiligten Kollegen des Opfers, zwei 17- und 20-jährige Schweizer und ein 19-jähriger Kosovare waren einen Tag nach der Auseinandersetzung in Untersuchungshaft gesetzt worden. Sie befinden sich aber mittlerweile wieder auf freiem Fuss.

Beteiligung gestanden

Dank Zeugenaussagen erstellte die Polizei daraufhin ein Phantombild von einem der drei unbekannten Männer der zweiten beteiligten Gruppe. Zudem wurden 5000 Franken für sachdienliche Hinweise, welche zur Ergreifung des Täters führen, ausgesetzt. Am Sonntag, dem vergangenen 11. Januar, wurden der Unbekannte und einer seiner Kollegen nach einem Hinweis aus der Bevölkerung in der Zentralschweiz festgenommen. Ein dritter Mann stellte sich zudem am vergangenen Montag der Polizei.

Die drei Männer sind 23, 25 und 42 Jahre alt und stammen aus der Türkei und Holland. Sie gestanden, am Vorfall in Kriens beteiligt gewesen zu sein. Der Mann aus Holland gibt ausserdem zu, den Verstorbenen geschlagen zu haben. Er gab an, von den vier Männern massiv provoziert und tätlich angegangen worden zu sein. Die verhafteten Männer sollen demnächst aus der Untersuchungshaft entlassen werden.

Abklärungen zu Drohungen auf YouTube

Die Untersuchungsbehörden klären nun den Tatablauf. Bereits wurden mit den beiden Gruppen Tatrekonstruktionen vor Ort durchgeführt. Laut Aussagen stand die Gruppe des Opfers unter Alkohol respektive Kokain. Ein Mann ist zudem geständig, aus der Bäckerei Lebensmittel und Getränke gestohlen zu haben.

Nach der Tat wurden zum Gedenken an das Opfer auf dem Internetportal YouTube Filme aufgeschaltet und Kommentare mit Drohungen gegen die Täter verfasst. Laut Medienmitteilung wird abgeklärt, ob es sich dabei um verbotene Drohungen handelt. Möglicherweise wird eine Untersuchung gegen Unbekannt eingeleitet.

(dapd)

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