Aktualisiert 08.04.2019 09:40

Bern

Tödliche Tramhaltestelle – jetzt reagiert die Stadt

Bereits zwei Personen wurden an der Haltestelle Kocherpark von einem Tram erfasst und getötet. Nach provisorischen Massnahmen hat die Stadt Bern mit Bauarbeiten begonnen.

von
cho
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Nach einem schweren Tramunfall mit tödlichem Ausgang bei der gefahrenreichen Haltestelle Kocherparkt hat die Stadt Bern reagiert: 18 Haltestellen, die als gefährlich eingestuft werden, sollen nun entschärft werden.

Nach einem schweren Tramunfall mit tödlichem Ausgang bei der gefahrenreichen Haltestelle Kocherparkt hat die Stadt Bern reagiert: 18 Haltestellen, die als gefährlich eingestuft werden, sollen nun entschärft werden.

Sehen Sie in der Bildstrecke die gefährlichsten Haltestellen der Stadt Bern:

Sehen Sie in der Bildstrecke die gefährlichsten Haltestellen der Stadt Bern:

Die diversen Haltestellen am Bahnhof Bern werden als gefährlich eingestuft. Passanten, Pendler, Kinder, Bummler – allesamt laufen zwischen der Heiliggeistkirche und dem Loeb über die Tramschienen und Fahrbahnen der Busse.

Die diversen Haltestellen am Bahnhof Bern werden als gefährlich eingestuft. Passanten, Pendler, Kinder, Bummler – allesamt laufen zwischen der Heiliggeistkirche und dem Loeb über die Tramschienen und Fahrbahnen der Busse.

Das Perron wird verbreitert und mit einem Geländer ausgestattet, wie die Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün am Montag mitteilte. Die Bauarbeiten begannen am Montag. Sie sollen bis Mittwoch kommender Woche dauern.

Im Juni 2018 hatte eine Frau die Effingerstrasse beim Zebrastreifen unterhalb der Seilerstrasse überquert, als sie von einem stadtauswärts fahrenden Tram erfasst wurde. Es war der zweite tödliche Tramunfall innert sieben Jahren.

Bernmobil reduzierte darauf die Höchstgeschwindigkeit. Die Trams sind zwischen Hirschengraben und Kocherpark nur noch mit 25 statt 35 km/h unterwegs. Zudem wurde auf der Strassenoberfläche die Markierung «Achtung Tram» angebracht.

Mehr Platz für Pendler

Nun solle die Sicherheit an der Haltestelle effektiv verbessert werden, schreibt die Tiefbaudirektion. Das Perron, das zwischen Strasse und Gleisen liegt, soll auf der Höhe des Zebrastreifens mittels mobiler Elemente verbreitert und zudem mit einem Geländer ausgerüstet werden.

Die Verbreiterung der Mittelinsel schafft mehr Platz für wartende und querende Fahrgäste. Zugleich wird die Strasse enger: Die linke der beiden Fahrspuren stadtauswärts wird auf einer Länge von rund 70 Metern aufgehoben.

Bei den baulichen Massnahmen handelt es sich um Provisorien. Ihre Auswirkungen sollen mit einem Monitoring erhoben und anschliessend ausgewertet werden.

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