Aktualisiert 11.11.2011 09:07

«Occupy»-Bewegung

Tödliche Zwischenfälle in Zeltlager

Zwei blutige Taten rütteln die US-«Occupy»-Protestler auf: Ein Veteran schoss sich in Vermont in den Kopf, in Oakland wurde ein Mann vor dem Zeltlager erschossen.

Tatort Oakland: Nach einem Streit wurde hier ein Mann erschossen.

Tatort Oakland: Nach einem Streit wurde hier ein Mann erschossen.

In einem Lager der «Occupy»-Bewegung im US-Staat Vermont hat sich ein Mann mit einem Schuss in den Kopf das Leben genommen. Dies hätten erste Ermittlungen ergeben, teilte die Polizei mit. Der 35-jährige Veteran sei seinen Verletzungen am Donnerstagabend in einem Krankenhaus in Burlington erlegen. Demonstranten erklärten, der Mann sei ein Opfer unzureichender psychologischer Betreuung von Veteranen. Das Zeltlager der «Occupy»-Bewegung in Burlington, der grössten Stadt Vermonts, existiert seit dem 28. Oktober.

In kalifornischen Oakland wurde unterdessen ein Mann vor einem Lager der «Occupy»-Bewegung erschossen. Er wurde nach Polizeiangaben am Donnerstagabend in einem Krankenhaus für tot erklärt. Zuvor waren zwei Gruppen von Männern in der Nähe des Lagers in einen Streit geraten. Ob die daran Beteiligten mit «Occupy Oakland» in Verbindung standen, sei nicht klar, erklärte ein Polizeisprecher. Die Organisatoren der Proteste haben dies zurückgewiesen.

Berkeley-Studenten bei Protesten festgenommen

Bei Studentenprotesten im Rahmen der «Occupy»-Bewegung im nordkalifornischen Berkeley sind Dutzende Aktivisten festgenommen worden. Die Studenten der Universität von Kalifornien waren mit den Behörden aneinandergeraten, weil sie ein Zeltlager errichten wollten. Die Bereitschaftspolizei hinderte die Demonstranten in der Nacht zum Donnerstag (Ortszeit) daran und nahm 32 Aktivisten wegen des Verdachts auf Widerstand gegen die Staatsgewalt und Behinderung der Polizeiarbeit fest. Die Behörden hatten den Aktivisten erlaubt, eine Woche auf dem Gelände zu campieren, ihnen jedoch verboten, ein Zeltlager zu errichten. (dapd)

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