Aktualisiert 06.02.2008 09:41

Tödlicher Anschlag auf äthiopische Zivilisten

Bei zwei Explosionen in Somalia sind insgesamt mindestens zwanzig Menschen getötet und achtzig weitere zum Teil schwer verletzt worden.

Die Detonationen ereigneten sich fast gleichzeitig am späten Dienstagabend in einer Wohngegend in der Nähe des Hafens von Bosasso im Norden des Landes, wie das Informationsministerium am Mittwoch mitteilte.

Die meisten Opfer seien äthiopische Zivilisten. Es handle sich um eine gezielte Tat, bei der Granaten benutzt worden seien, sagte ein Ministeriumssprecher, ohne weitere Angaben zu machen. Eine Untersuchung des Vorfalls sei im Gange.

Bosasso liegt in der halbautonomen Region Puntland, die im Juli 1998 vom somalischen Präsidenten Abdullahi Yusuf Ahmed gegründet wurde. Die Hafenstadt ist das Wirtschaftszentrum der Region, die bislang vom Bürgerkrieg im Land weitgehend verschont geblieben war.

Somalia befindet sich seit 1991 im Bürgerkrieg und hat keine funktionierende Staatsmacht mehr. Islamisten versuchen seit Monaten die Kontrolle über die Hauptstadt Mogadischu zurückzuerlangen, nachdem somalische Regierungstruppen sie Anfang 2007 mit Unterstützung der äthiopischen Armee vertrieben hatten.

(sda)

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