Tödlicher Elektroschock für 205 000 Enten
Aktualisiert

Tödlicher Elektroschock für 205 000 Enten

Bei der bislang grössten Massentötung von Zuchttieren in Deutschland werden seit Samstag im oberpfälzischen Nittenau 205 000 Enten getötet.

Die Keulung soll mehrere Tage dauern.

In tiefgefrorenem Geflügel von zwei Mastbetrieben im Landkreis Schwandorf war das auch für den Menschen gefährliche Vogelgrippevirus H5N1 gefunden worden. Die beiden Höfe bei Nittenau hatten Kontakt zum Geflügelmastbetrieb in der Nähe von Erlangen, wo die Vogelgrippe vor zwei Wochen ausgebrochen war. Dort waren 166 000 Enten getötet worden.

Das Landratsamt geht davon aus, dass mindestens 60 Arbeitsstunden für das tierschutzgerechte Töten des Geflügels mit Elektroschocks nötig sind. Das bayerische Verbraucherschutzministerium hat deshalb vorgeschlagen, die Keulung rund um die Uhr fortzusetzen.

Da nicht ausreichend Mitarbeiter für einen Dauerbetrieb da seien, werde sich die Aktion voraussichtlich fünf bis sechs Tage hinziehen. Die Tötung der Tiere wird bei einer Keulung zwar vom Landratsamt angeordnet, für die Tötung selbst ist aber das betroffene Unternehmen verantwortlich.

Nach der Tötung wurden die Kadaver in blaue Container geworfen und mit Lastwagen zu einer Tierkörperbeseitigungsanlage gebracht. Dort wurde bereits am Wochenende damit begonnen, die Enten vermischt mit anderen toten Tieren zu Tiermehl zu verarbeiten. Anschliessend soll das Tiermehl verbrannt werden.

(sda)

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