Adlikon ZH: Tödlicher Unfall an Pfadi-Übung
Aktualisiert

Adlikon ZHTödlicher Unfall an Pfadi-Übung

Eine Pfadiübung in Adlikon ZH endete tragisch: Ein 16-Jähriger starb, ein 18-Jähriger wurde schwer verletzt.

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Natascha Wey/Regina Ryser

Mit einem Knall wollte die Pfadi Andelfingen ihre Nachtübung starten. Deshalb bastelten Marc Z.* (16) und Roman F.* (18) einen Knallkörper mit Schwarzpulver und zündeten ihn am Samstagabend beim Pfadiheim Adlikon. Doch dies ging schief: «Der Böller ist zu früh explodiert», sagt R. A. Sein Sohn I. (16) hatte den tragischen Unfall aus nächster Nähe miterlebt. «Marc lag bewusstlos am ­Boden und blutete stark am Hals», erzählt Arztmann. Auch sein Freund Roman wurde im Gesicht schwer verletzt. «Trotzdem hat er versucht, ihn zu reanimieren – vergeblich, er war bereits tot.» Roman wurde ins Spital geflogen.

«Es geht ihm sehr schlecht, aber er wird durchkommen», so Kurt F.*, Vater des 18-Jährigen. Die beiden Jugendlichen, die nicht der Pfadi angehören, experimentierten nicht zum ersten Mal mit Schwarzpulver, sagte Stefan Oberlin, Sprecher der Kantonspolizei Zürich. Was am Samstag schiefgelaufen ist, sei noch nicht geklärt. Unklar ist auch, weshalb die Pfadi Böller zünden liess: «Das verstösst ganz klar gegen unsere Regeln», sagt Eliane ­Tobler, Sprecherin der Pfadi ­Zürich. Für das Opfer sei ein Gedenkanlass geplant.

*Namen der Redaktion bekannt

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