Ersthelfer berichtet: Tödlicher Zugunfall: Hilfe kam zu spät
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Ersthelfer berichtetTödlicher Zugunfall: Hilfe kam zu spät

Schock für 80 Pendler, die am Donnerstag im Zug nach Weinfelden sassen: Der Thurbo-Zug rammte ein Auto und schleifte es über 100 Meter mit. Der Fahrer starb bei dem schweren Unfall.

von
Ilda Özalp
Der Autolenker starb beim Crash mit dem Thurbo-Zug.

Der Autolenker starb beim Crash mit dem Thurbo-Zug.

«Ich bin erschrocken, als ich plötzlich einen heftigen Ruck gespürt habe», sagt Villdona Gashi. Die 18-jährige KV-Lehrtochter war morgens um 7.20 Uhr auf dem Weg zur Arbeit in Märwil, als der Zug auf einem Bahnübergang bei Affeltrangen mit einem Auto zusammenprallte. Darauf wurde der Wagen vom Zug über hundert Meter mitgeschleift.

Im Unfallauto sass laut Polizei ein 56-jähriger Mann aus der Region. Er verstarb noch vor Ort. Rund 80 Pendler befanden sich im Zug, der von Wil nach Weinfelden unterwegs war. Als der Zug anhielt, stieg laut ­Gashi ein etwa 35-jähriger Mann aus. Er sei zum Auto gegangen, um dem Fahrer zu helfen und den Motor abzuschalten. «Er kam völlig verstört und mit blutender Hand zurück», so Gashi. Eine Frau habe dann seine Hand verbunden.

Der Autofahrer hatte den Bahnübergang trotz geschlossener Schranke überquert. «Schranke und Signalisation funktionierten ordnungsgemäss», sagt Andy Theler von der Kapo Thurgau. Weshalb der Mann die Schranke überqueren wollte, ist unklar. Eine Untersuchung wurde einge­leitet. Die Strecke zwischen Wil und Weinfelden war bis Mittag gesperrt. Es verkehrten Ersatzbusse.

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