Winterthur : Tödliches Drama um Wolf Quirin
Aktualisiert

Winterthur Tödliches Drama um Wolf Quirin

Trauer im Winterthurer Wildpark Bruderhaus: Leitwolf Quirin musste nach einem Kampf eingeschläfert werden.

von
Maja Sommerhalder
Ein Machtkampf kostete Leitwolf Quirin das Leben.

Ein Machtkampf kostete Leitwolf Quirin das Leben.

Der starke Quirin (8) hatte jahrelang das Sagen im neunköpfigen Wolfsrudel im Winterthurer Wildpark Bruderhaus. Letzte Woche bemerkten Tierpfleger aber eine eitrige Wunde an seiner Stirn. Sie fingen ihn ein – eine Untersuchung beim Tierarzt brachte am Montag die traurige Gewissheit: Quirin war so schwer verletzt, dass seine Heilungschancen äusserst gering waren. «Leider mussten wir ihn einschläfern, da man Wölfe nur schwer behandeln kann», so Stadtforstmeister Beat Kunz. Quirin sei vermutlich bei einer Auseinandersetzung in seinem Rudel verletzt worden: «Solche Kämpfe unter Wölfen gehören dazu. Sie können schnell blutig enden.» Gerade Leitwölfe lebten gefährlich: «Jeder möchte an die Macht. Nicht zuletzt, da sich nur die Anführer fortpflanzen dürfen.»

Quirin wird nicht ersetzt

Bei einem solchen Machtkampf war Quirin schon 2011 verletzt worden. Damals konnte er jedoch behandelt werden: «Bald war er wieder fit genug für den Chefposten», so Kunz. Kunz ist sich sicher, dass das Rudel mittlerweile bereits einen neuen Anführer bestimmt hat. «Wir wissen noch nicht, wer. Es wird der stärkste Wolf sein, der in der Rangordnung am höchsten steht.» Quirin werde nicht ersetzt: «Ein neuer Wolf würde nur Unruhe in das Rudel bringen.»

Wolffütterung im Wildpark Bruderhaus

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