Tödliches Ende einer Trinkwette
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Tödliches Ende einer Trinkwette

Nach dem Alkoholtod eines Berliner Schülers sind die an der tödlichen Trinkwette beteiligten Jugendlichen mit einer vergleichsweise milden Strafe davongekommen. Das Berliner Landgericht verdonnerte zwei der Angeklagten zu einem sozialen Trainingskurs.

Ein weiterer Jugendlicher wurde vom Vorwurf der Beihilfe zur Körperverletzung freigesprochen. Das Verfahren gegen eine 17-jährige Mitangeklagte wurde abgetrennt.

Die drei Jugendlichen im Alter von 18 bis 21 Jahren sollen dem 16-jährigen Lukas W. im Februar vergangenen Jahres mehr als 45 Gläser Tequila serviert haben, während sein Wettgegner, der Wirt der Gaststätte, vorwiegend Wasser trank. Der Gymnasiast war daraufhin mit 4,8 Promille im Blut ins Koma gefallen und vier Wochen später im Krankenhaus gestorben.

Die tödliche Trinkwette hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt und eine Debatte über Alkoholmissbrauch und ein Verbot der sogenannten Flatrate-Partys ausgelöst, bei denen für einen Festpreis unbegrenzt viel Alkohol getrunken werden kann.

Dem 26 Jahre alten Wirt soll gesondert der Prozess gemacht werden. Laut Anklage soll er die Jugendlichen angewiesen haben, ihm zunächst nur Wasser einzuschenken, um sich selbst einen Vorteil zu verschaffen. (dapd)

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