Mekong läuft über: Tödliches Hochwasser in Kambodscha
Aktualisiert

Mekong läuft überTödliches Hochwasser in Kambodscha

Die Überschwemmungen in Südostasien haben mindestens 30 Menschen das Leben gekostet. In den überfluteten Gebieten mussten 9000 Familien ihre Häuser verlassen.

(Video: Reuters)

In Südostasien haben erneut heftige Regenfälle und Stürme tödliche Überschwemmungen ausgelöst. In Kambodscha trat der Fluss Mekong über die Ufer. Insgesamt sind sieben Provinzen vom Hochwasser betroffen. Mindestens dreissig Menschen kamen nach Angaben der Behörden vom Montag ums Leben. Unter den Toten befanden sich nach Angaben der Polizei auch vier Syrer, die mit dem Auto unterwegs waren.

Taifun «Wutip» traf unterdessen als Tropensturm abgeschwächt in Zentralvietnam auf Land. Behörden berichteten von entwurzelten Bäumen und mehr als tausend zerstörten Häusern. Mindestens drei Menschen kamen seit Montagabend ums Leben und 23 wurden verletzt, berichtete der Katastrophenschutz am Dienstag.

Rettungsbemühungen nach Taifun

In der Provinz Quang Binh stürzte bei heftigem Wind das Gebäude des staatlichen Senders Stimme Vietnams ein. Zwei der drei Toten waren Techniker des Senders.

Nach Angaben des Zentralkomitees für Sturm- und Flutkontrolle wurden 5500 Häuser abgedeckt. Die Behörden hatten vorsorglich 29'000 Häuser räumen lassen. Das ganze Ausmass des Schadens war aber zunächst unklar.

In Kambodscha mussten mehr als 9000 Familien ihre Häuser verlassen, wie ein Sprecher des Katastrophenschutzes mitteilte. Das Hochwasser zerstörte den Angaben zufolge fast 67'000 Häuser und Hunderte Schulen sowie 100'000 Hektar Reisfelder. Es sind die schwersten Überschwemmungen in Kambodscha in den letzten Jahren. Auch im benachbarten Thailand und in Laos kam es zu ähnlichen Überschwemmungen. (sda)

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