Tödliches Virus in Angola nicht unter Kontrolle - 300 neue Fälle
Aktualisiert

Tödliches Virus in Angola nicht unter Kontrolle - 300 neue Fälle

Das tödliche Marburg-Fieber breitet sich trotz Kontrollmassnahmen in Angola weiter aus.

Bei dem jüngsten Ausbruch sind von 308 erkrankten Menschen bereits 277 gestorben, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Freitag in Genf berichtete.

«Die Krankheit ist noch nicht unter Kontrolle», sagte WHO- Sprecher Iain Simpson. Die Zahl der Neuerkrankungen nehme allerdings langsamer zu. Auch die Infektionskontrolle in den Spitälern habe sich verbessert. Die WHO bemüht sich derzeit, die Ansteckungskette zu unterbrechen.

Vor zwei Wochen hatte die Regierung in Angola erklärt, das grassierende Marburg-Virus sei unter Kontrolle. Die Epidemie beschränke sich nur noch auf die nördliche Provinz Uige, hatte der Vize-Gesundheitsminister damals mitgeteilt.

Das Marburg-Virus wird über Körperflüssigkeiten übertragen. Gegen die Ebola-ähnliche Krankheit gibt es weder eine Impfung noch Medikamente. Isolierung der Patienten und der Schutz vor Übertragung sind momentan die einzigen Möglichkeiten, den Ausbruch unter Kontrolle zu bringen.

(sda)

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