Erfolg in Argentinien - Töff-Pilot Dominique Aegerter ist Weltmeister der Supersport-Serie
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Erfolg in ArgentinienTöff-Pilot Dominique Aegerter ist Weltmeister der Supersport-Serie

Im argentinischen San Juan sicherte sich der 31-jährige Berner den WM-Titel. Aegerter ist der dritte Schweizer, der in dieser Rennserie den Titel holt.

von
Adrian Hunziker

Odendaal stürzt bereits in der ersten Kurve.

SRF

Darum gehts

  • Dominique Aegerter ist Weltmeister der Supersport-Serie.

  • Der 31-Jährige machte seinen Erfolg in Argentinien perfekt.

  • Ihm kam zugute, dass sein letzter verbliebener Gegner zweimal stürzte.

Vor dem zweiten Rennen in San Juan war bereits klar, dass Dominique Aegerter Supersport-Weltmeister werden würde, sollte er vor seinem letzten verbleibenden Konkurrenten Steven Odendaal bleiben. Und die Spannung war aus dem Rennen schnell raus. Denn der Südafrikaner stürzte bereits in der allerersten Kurve. Zwar konnte er weiterfahren, musste sich aber ganz hinten einreihen.

Aegerter musste also nur noch ins Ziel kommen, um den Titel zu feiern. Das tat der Oberaargauer souverän – er wurde Dritter. Und weil Odendaal ein zweites Mal stürzte und dann das Rennen aufgab, wurden die letzten sechs Runden für Aegerter zum Schaulaufen. Nach Yves Briguet (1994 auf Honda) und Randy Krummenacher (2019 auf Yamaha) ist Aegerter der dritte Schweizer Supersport-Weltmeister.

«Es ist fantastisch. Ich weiss nicht, was ich sagen soll, mir fehlen die Worte», sagte Aegerter kurz nach dem Rennen. Und weiter: «Ich freue mich über den Podiumsplatz und den WM-Titel. Danke an das Team, das Motorrad war heute schneller als gestern. Gleich in meiner ersten Saison Weltmeister zu werden ist super. Ich hoffe, ich kann mit einigen argentinischen Fans und mit meinem Team heute Nacht etwas feiern.»

Der erste Titel seit 1999

Noch am Samstag hatte Aegerter den Titel verpasst, weil er als Fünfter hinter Odendaal ins Ziel gekommen war. Nun darf sich der Berner über seinen ersten Titel seit 1999 freuen, als er Schweizer Meister im Motocross wurde.

Ein fader Nachgeschmack bleibt aber: Denn trotz des WM-Titels wird Aegerter nicht in die Superbike-Kategorie aufsteigen oder in die Moto2 zurückkehren können. Das war bereits länger klar, er hatte keine Angebote erhalten. «Das ist sehr frustrierend und enttäuschend. Vor allem, wenn man mehr als die Hälfte der Rennen gewinnt und zeigt, dass man einer der besten Fahrer ist», sagte Aegerter zu 20 Minuten vor San Juan.

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