Töffraser durften gehen - ohne Töff
Aktualisiert

Töffraser durften gehen - ohne Töff

Bei dem illegalen Töffrennen vom letzten Mittwoch im Wallis hat die Polizei insgesamt 21 Fahrer festgenommen. Nach Verhören und der Hinterlegung einer Bussengarantie von 2500 Franken konnten sie abziehen - ohne ihre Maschinen.

Wie die Walliser Kantonspolizei am Freitag mitteilte, bleiben die Motorräder beschlagnahmt. Die Fahrzeuge seien für das Rennen extra gekennzeichnet und mehrere mit Radarwarngeräten oder Videokameras ausgerüstet gewesen. Erst bei Vorliegen des vollständigen Untersuchungsberichts werde entschieden, ob die schnellen Zweiräder wieder ausgehändigt werden.

Für die Polizei gilt es nun als sicher, dass die 21 Männer im Alter von 24 bis 44 Jahren an einem sogenannten «Cannonball bike run» teilgenommen haben. Sie konnte einen detaillierten Rennbeschrieb sicherstellen.

Routenplan sichergestellt

Start war am Mittwoch um 7 Uhr in Lausanne. Ziel die slowenische Stadt Portoroz. Renndistanz gemäss Routenplan: 1005 Kilometer. Geplante Ankunft: 19.30 Uhr. Gestoppt wurden sie bereits gegen 8 Uhr durch Polizei-Strassensperren nach Siders.

Videoaufnahmen von Strssen- und Tunnelkameras zeigten, dass die Raser auf der Autobahn mit Geschwindigkeiten von über 220 Stundenkilometern und auf der Hauptstrasse zwischen Siders und Brig mit über 120 Stundenkilometern unterwegs waren.

Die Strecke führt dabei durch Dörfer wo höchstens 50 Stundenkilometer erlaubt sind. Besonders schwer wiegen die Übertretungen laut Polizei, da Schulanfang ist und zur Zeit der Durchfahrt Kinder auf ihrem Schulweg waren.

Nach den Verhören durch die Untersuchungsbehörden wurden die zehn Dänen, acht Engländer, zwei Finnen und der Neuseeländer aus der Haft entlassen. Sie verliessen die Schweiz nach eigenen Angaben Richtung Budapest.

(sda)

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