Aktualisiert 08.12.2011 07:27

Ecuador

Tollwütige Fledermäuse töten acht Kinder

In Ecuador sind ein Dutzend Menschen einer Tollwut-Epidemie unter Fledermäusen zum Opfer gefallen. Die Behörden forderten nun die Menschen auf, sich impfen zu lassen.

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kle
Acht Kinder sind im Gebiet des Amazonasbeckens gestorben, nachdem sie von tollwütigen Fledermäusen gebissen wurden.

Acht Kinder sind im Gebiet des Amazonasbeckens gestorben, nachdem sie von tollwütigen Fledermäusen gebissen wurden.

In Ecuador sind in den vergangenen Wochen mindestens zwölf Menschen - darunter acht Kinder - an Tollwut gestorben. Wie Gesundheitsminister David Chiriboga nach einem Treffen mit Präsident Rafael Correa erklärte, starben die Kinder, nachdem sie in Taisha, einem kleinen Gebiet des Amazonasbeckens, von tollwütigen Fledermäusen gebissen wurden.

Die Fälle wurden seit dem 17. November in der Provinz Morona Santiago in indigenen Gemeinden registriert. Die kranken Kinder waren laut dem Minister statt zu einem Arzt zu traditionellen Heilern gebracht worden. Die örtlichen Behörden versuchten, die Bewohner von ihrer «Furcht vor der modernen Medizin» abzubringen. Laut Minister Chiriboga bieten nur Impfungen Schutz. Zeigten sich erst einmal die Symptome, könne kein Mittel mehr helfen, warnte er. Er bedauerte, dass einige Stämme Impfungen ablehnten und ihre kranken Angehörigen stattdessen zu «Wunderheilern» brächten.

(kle/sda)

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