Aktualisiert 09.10.2012 07:49

Gesunder FarbstoffTomaten senken das Schlaganfall-Risiko

Forscher haben herausgefunden, dass der Verzehr von Tomaten das Schlaganfall-Risiko um 55 Prozent verringert. Verantwortlich dafür ist der Stoff, der dem Nachtschattengewächs die rote Farbe verleiht.

Der Verzehr von Tomaten kann laut einer finnischen Studie das Risiko eines Schlaganfalls deutlich senken. Entscheidend ist nach Ansicht der Forscher dabei das in den Tomaten enthaltene Lycopin, das den Tomaten ihre rote Farbe verleiht.

Für ihre am Montag (Ortszeit) in der US-Fachzeitschrift «Neurology» veröffentlichte Studie untersuchten Forscher der Universität von Ostfinnland in Kuopio mehr als 1000 Männer im Alter zwischen 46 und 65 Jahren über zwölf Jahre hinweg.

55 Prozent geringeres Risiko

Dabei fanden sie heraus, dass die Patienten mit dem höchsten Lycopin-Gehalt im Blut ein um 55 Prozent niedrigeres Schlaganfallrisiko hatten als diejenigen mit dem niedrigsten Lycopin- Level.

Tomatenschlacht in Kolumbien

Lycopin sei ein «starkes Antioxidant», sagte Hauptautor Jouni Karppi von der Universität Ostfinnland. Antioxidantien schützen Körperzellen vor Schäden durch aggressive Sauerstoff-Moleküle, die zu Krankheiten führen können.

Check up vom 16.04.2012

Die Studie sei ein weiterer Beleg dafür, dass eine Ernährung mit viel Obst und Gemüse das Risiko eines Gehirnschlags senke, sagte Karppi. Andere Forscher schränken ein, dass es nicht sicher sei, ob die Tomaten zum geringeren Schlaganfallrisiko geführt haben.

Die aktuelle Studie enthalte keine Information über die Gesamternährung der Männer, sagte Larry Goldstein vom Duke University Medical Center in den USA der Nachrichtenagentur Reuters. Dennoch stützten die Resultate die Empfehlungen für eine ausgewogene Ernährung. (sda)

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