Gagas Jazz-Album: «Tony Bennett hat mein Leben gerettet»
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Gagas Jazz-Album«Tony Bennett hat mein Leben gerettet»

Lady Gaga kehrt dem Pop fürs Erste den Rücken und veröffentlicht noch im September ein Jazz-Album mit Tony Bennett. Für ihn hat sie sogar ihre Familienpläne verworfen.

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Der Zeitpunkt passt perfekt: Nachdem sich Lady Gagas drittes Album «Artpop» als Rohrkrepierer entpuppt hat und ihre Pop-Karriere stagniert, steht am 19. September die Veröffentlichung des lange angekündigten Jazz-Albums «Cheek To Cheek» an.

Wer die Singles noch nicht gehört hat, dürfte staunen, wie anders Gagas Stimme klingt, wenn sie zusammen mit Tony Bennett Jazz-Standards daherschmettert. «Ich verstehe nicht, warum sie so lange moderne Musik gemacht hat», sagte Jazz-Legende Bennett in einem Interview mit der französischen «La Presse». «Mit diesem Album wird sie grösser als Elvis!»

Gaga fühlte sich ausgenutzt

Kennengelernt hat sich das ungleiche Duo bereits 2011 - seither verbindet die beiden offenbar eine tiefe Freundschaft. In einem Interview mit «Parade» schwärmt Gaga von ihrem Duett-Partner: «Tony hat mir alles wieder beigebracht, was ich früher wusste, aber vergessen habe, als sich mein Leben plötzlich verändert hat und alles sehr lärmig wurde.»

Ohne Tony Bennett würde Lady Gaga vielleicht gar keine Musik mehr machen: «Vor einem halben Jahr wollte ich aufhören zu singen», sagt sie. Sie habe gemerkt, wie man sie zu finanziellen Zwecken ausnutzte. «Dann habe ich viel Zeit mit Tony verbracht. Er wollte nichts ausser meiner Freundschaft und meiner Stimme.» Laut «Parade» kullerten Gaga während dieser Aussage sogar Tränen übers Gesicht. «Tony hat mein Leben gerettet.»

«Tony beschützt mich»

Und was, wenn das Projekt «Cheek To Cheek» nicht zustandegekommen wäre? Dann wäre Lady Gaga vielleicht schon eine gesittete Hausfrau mit Familie: «Darüber habe ich nachgedacht, denn ich hatte genug von all dem Chaos in meinem Leben», sagt sie. «Nun wird es wohl doch noch eine Weile dauern, bis ich Kinder bekomme.»

Ihr neuer Jazz-Mentor habe ihr wahres gesangliches Potenzial erkannt. «Auf meinen frühen Alben liessen die Produzenten meine Stimme mit Auto-Tune und anderen Effekten immer sehr elektronisch klingen - fürs Radio. Deshalb ist das Album mit Tony so grossartig. Man hört meine rohe Stimme. Und Tony beschützt mich vor allen, die das ändern wollen.»

Gaga und Tony, nehmt euch ein Zimmer!

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