NLA, 40. Runde: Torefestival in der National League A
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NLA, 40. RundeTorefestival in der National League A

Viele Tore, drei einseitige Partien - das sind die Schlagwörter der 40. Runde der National Leauge A. Lugano gewann gegen Kloten mit 6:3. Zug demontierte die SCL Tigers mit 6:0, Servette Biel gar mit 8:1. Bern und Davos bekundeten allerdings Mühe.

von
tog

Klotens Zwischenhoch endete nach drei Siegen hintereinander mit einem 3:6 in Lugano. Die Flyers verspielten ihre Chancen im aus ihrer Sicht ungenügenden Mitteldrittel.

Der frühe Doppelschlag der Zürcher - 2:1 (11.) dank Lindemann und Jacquemet - löste eine heftige Tessiner Reaktion aus. Der offene Schlagabtausch bekam den defensiv anfälligen Flyers schlecht. Der Ausgleich (Vauclair) war nur eine Frage der Zeit.

Mit seinem 24. Saisontor erzwang Hnat Domenichelli zunächst die erstmalige Führung, ehe die Druckwelle der unberechenbaren Luganesi Klotens Widerstand pulverisierte. Sannitz, der unlängst bis 2016 unterschrieben hat, rechtfertigt das Vertrauen des Vereins derzeit: Mit dem 4:2 schuf der Stürmer die entscheidende Differenz.

Dem kurzzeitigen Ansturm war Kloten schlicht nicht gewachsen. Und im Boxplay genügten die Flyers ebenfalls nicht - drei von sieben Strafen endeten mit einem Gegentor. Mehr als die wertlose Resultatkosmetik von Rintanen hatten die enttäuschenden Gäste den 4271 Zuschauern nicht zu bieten.

Zug - Langnau: Zug nicht gefordet

Zug liess Langnau beim 6:0 keine Chance. Die Emmentaler erlitten bereits die sechste Niederlage in Serie.

Zwar dominierten die Zuger das Startdrittel nach Belieben - das Schussverhältnis lautete 19:6 -, doch dauerte es bis zur 25. Minute, ehe Damien Brunner in seinem 200. NLA-Spiel mit dem ersten Tor seit dem 22. November 2009 den Bann brach. Fabian Schnyder (33.) und Corsin Camichel im Powerplay (39.) erhöhten noch vor der zweiten Pause auf 3:0. Michael Kress gelang mit dem 4:0 (44.) sein erster Saisontreffer. Der auf diese Spielzeit hin verpflichtete EVZ- Torhüter Jussi Markkanen feierte dank 25 Paraden seinen fünften Shutout in dieser Saison; damit schloss er zu den in dieser Statistik führenden Marco Bührer (Bern) und Daniel Manzato (Rapperswil-Jona Lakers) auf.

Die Langnauer präsentierten sich mit Ausnahme des zweiten Drittels, das noch einigermassen in Ordnung war, in einem desolaten Zustand. Sie blieben zum zweiten Mal hintereinander ohne Torerfolg; am Vortag hatten sie gegen Servette 0:5 verloren.

Servette - Biel: Servette wahrte Ungeschlagenheit 2010

Leader Genève-Servette ist im neuen Jahr weiterhin nicht zu stoppen. Das beste Heimteam der Liga feierte gegen Biel mit 8:1 den fünften Sieg in Serie.

Mit Thomas Déruns (5./1:0), Juraj Kolnik (13./2:1) und Tony Salmelainen (41./6:1) beendeten drei Spieler von Servette eine Torflaute. Déruns und Kolnik hatten zuvor während sieben Partien nicht getroffen, Topskorer Salmelainen, der sich noch drei Assists gutschreiben liess, gar während neun. Kolnik mit einem der raren Genfer Überzahl-Treffer zum 5:1 (34.) und Déruns zum 8:1 (60.) doppelten nach. Auch Paul Savary, der wie Salmelainen vier Skorerpunkte erzielte, traf zweimal. In der 27. Minute hatte Daniel Rubin mit dem 4:1 die letzten Bieler Hoffnungen auf eine Überraschung beseitigt. Der Genfer Stürmer setzte damit seinen Lauf fort; er reüssierte bereits zum sechsten Mal in den letzten vier Partien.

Einen kleinen Wermutstropfen gab es für Servette. Goalie Tobias Stephan wurde beim Ausgleich von Kevin Gloor (7.) nach 153:04 Minuten ohne Gegentreffer erstmals wieder bezwungen. Für die Bieler war es die fünfte Auswärtsniederlage in Folge.

Bern - Rapperswil-Jona: Bergers «Phantom-Tor»

Die personell erheblich geschwächten Rapperswil-Jona Lakers unterlagen dem SCB 3:4. Für das Gesprächsthema des Abends sorgte aber der Schiedsrichter - notabene mit einem korrekten Entscheid.

In der 35. Minute glaubte Pascal Berger, für den SCB das 3:2 markiert zu haben. Er irrte sich nicht zwar nicht, war aber sozusagen der Zeit voraus. Exakt 59 Sekunden hatte nämlich bereits Furrer getroffen. Das Tor des Berner Verteidigers erkannte Schiedsrichter Stalder aber erst beim Studium der TV-Aufnahmen.

Reglementskonform liess der Referee danach die Uhr auf 34:00 zurückdrehen. Weil es zwischen dem «ersten» 3:2 und Bergers Treffer zu keinem Unterbruch kam, blieb Stalder gar kein anderer Moment zur Video-Konsultation - und auch keine andere Möglichkeit, als Bergers an sich reguläres Tor zu annullieren.

Berger skorte quasi in der Zukunft und der SCB-Anhang freute sich zweimal über den selben Zwischenstand. Wesentlich weniger Diskussionen löste Reicherts 4:2 (46.) aus. Die Leidenschaft der Gäste, die auf acht (!)verletzte oder kranke Stammspieler verzichten mussten, erlahmte zwar nicht, die Lakers kamen aber kaum mehr zum Zug. Selbst nach dem 3:4 von Nordgren (57.) wankte der Koloss SCB nicht.

Davos - Fribourg: Penalty-Spezialist Setzinger

Der HC Davos rang Fribourg im Penaltyschiessen 4:3 nieder. Damit korrigierte der Meister spät einen krassen Fehlstart. Nach sieben Minute hatte Gottéron 2:0 geführt.

168 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit vermied Reto von Arx mit einem «Shorthander» die drohende Heimniederlage. Nach der torlosen Zusatzschicht demonstrierte Oliver Setzinger Nervenstärke. Der Österreicher verwertete im «Shootout» gleich beide Penaltys, derweil fünf Freiburger an HCD-Keeper Leonardo Genoni scheiterten.

Fribourg verspielte gegen die Davoser Penalty-Spezialisten, die sich 24 Stunden zuvor bereits in Rapperwil mit dem gleichen Resultat durchgesetzt hatten, spät alles. Nur der Start war traumhaft. Nach sieben Minuten führten die Romands dank Toren von Aubin und Knöpfli 2:0.

Joggi und Topskorer Guggisberg glichen bis zur 28. Minute zum 2:2 aus, womit sie die teils krassen Abwehrfehler (vor allem im Startdrittel) korrigierten. Die Kommunikation in der Bündner Abwehr funktionierte zu Beginn überhaupt nicht. In der Not funktionierte Arno Del Curto gar Josef Marha zum Verteidiger um.

Telegramme:

Zug - Langnau 6:0 (0:0, 3:0, 3:0)

Herti. - 3746 Zuschauer. - SR Rochette, Müller/Wehrli.

Tore: 25. Brunner (Fabian Lüthi, Steinmann) 1:0. 33. Schnyder (McTavish, Holden) 2:0. 39. Corsin Camichel (Fischer/Ausschluss Simon Moser) 3:0. 44. Kress 4:0. 52. Oppliger (Christen, Corsin Camichel) 5:0. 56. Duri Camichel (Brunner, Diaz/Ausschluss Simon Moser) 6:0

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Zug, 5mal 2 Minuten gegen Langnau

PostFinance-Topskorer: Holden; Brooks.

Zug: Markkanen; Patrick Fischer, Diaz; Dupont, Kress; Schefer, Snell; McTavish, Holden, Fabian Schnyder; Di Pietro, Duri Camichel, Rüfenacht; Corsin Camichel, Oppliger, Björn Christen; Damien Brunner, Steinmann, Fabian Lüthi.

Langnau: Schoder; Murphy, Blum; Simon Lüthi, Gmür; Naumenko, Christian Moser; Sandro Moggi, Camenzind, Claudio Moggi; Brooks, Fabian Sutter, Simon Moser; Schild, Adrian Gerber, Larose; Haas, Aurelio Lemm, Bieber.

Bemerkungen: Zug ohne Blaser (verletzt), Boumedienne (überzähliger Ausländer), Zurkirchen, Loichat und Jannick Fischer (alle Pause nach U20-WM). Langnau ohne Kern, Helfenstein (beide verletzt), Reber, Daigle, Cunti (alle krank) und Benjamin Conz (keine Ausrüstung).

Lugano - Kloten Flyers 6:3 (3:2, 2:1, 1:0)

Resega. - 4271 Zuschauer. - SR Reiber, Bürgi/Gnemmi.

Tore: 7. (6:02) Schlagenhauf (Goi, Murley) 1:0. 7. (6:25) Lindemann (Forrest, Santala), 1:1. 11. Jacquement (Santala, Schulthess) 1:2. 13. Julien Vauclair (Domenichelli, Robitaille/Ausschluss Hollenstein) 2:2. 16. Domenichelli (Chiesa) 3:2. 24. Sannitz (Näser/Ausschluss Bonnet) 4:2. 28. Hamilton (Robitaille) 5:2. 37. Rintanen (Santala) 5:3. 46. Julien Vauclair (Hamilton, Robitaille/Ausschluss Hollenstein) 6:3.

Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Lugano, 7mal 2 plus 10 Minuten (Lindemann) gegen Kloten

PostFinance-Topskorer: Robitaille; Rintanen.

Lugano: Aebischer; Helbling, Hirschi; Chiesa, Akermann; Notari, Julien Vauclair; Domenichelli, Robitaille, Hamilton; Murray, Kamber, Tristan Vauclair, Näser, Sannitz, Romy; Goi, Schlagenhauf, Murley.

Kloten Flyers: Rüeger; Du Bois, Sidler; Forrest, Von Gunten; Winkler, Schulthess; Bonnet; Rintanen, Santala, Lindemann; Rothen, Bell, Jacquement; Wick, Liniger, Jenni; Hollenstein, Kellenberger, Bodenmann.

Bemerkungen: Lugano ohne Nummelin, Conne, Lemm und Devereaux (alle verletzt), Jörg (abwesend), Kloten Flyers ohne Hamr, Müller, Welti, Zeiter (alle verletzt), Stancescu (krank). 31. Pfostenschuss von Jenni. 47. und 49. Pfostenschuss von Julien Vauclair.

Bern - Rapperswil-Jona Lakers 4:3 (1:1, 2:1, 1:1)

PostFinance-Arena. - 15 331 Zuschauer. - SR Stalder, Abegglen/Kaderli.

Tore: 8. Gerber (Furrer, Roche) 1:0. 17. Berglund 1:1. 21. Andreas Furrer (Roest) 1:2. 24. McLean (Vigier, Roche) 2:2. 35. (34:00) Philipp Furrer 3:2. 45. Reichert (Vigier, McLean) 4:2. 57. Nordgren (Roest, Walser) 4:3. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Bern, 7mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers.

PostFinance-Topskorer: Plüss; Berglund.

Bern: Bührer; Jobin, Hänni; Roche, Philipp Furrer; Stettler, Rytz; Dominic Meier, Beat Gerber; Neuenschwander, Plüss, Rüthemann; Vigier, McLean, Reichert; Roland Gerber, Trevor Meier, Daniel Meier; Pascal Berger, Froidevaux, Gamache.

Rapperswil-Jona Lakers: Manzato; Blatter, Andreas Furrer; Bucher, Parati; Büsser, Geyer; Nordgren, Roest, Walser; Friedli, Sirén, Berglund; Vögeli, Tschuor, Rizzello; De Martin, Neukomm.

Bemerkungen: SCB ohne Dubé, Ziegler, Josi (alle verletzt), Bartecko (überzählig), Scherwey (ohne Ausrüstung wegen U20-WM), Rapperswil-Jona ohne Burkhalter, Guyaz, Raffainer, Pöck, Berger, Reuille, Paterlini (alle verletzt), Riesen (krank). 35. (34:59) Tor von Berger annulliert.

Genève-Servette - Biel 8:1 (3:1, 2:0, 3:0)

Les Vernets. - 6117 Zuschauer. - SR Stricker, Kehrli/Stäheli

Tore: 5. Déruns (Mercier, Salmelainen) 1:0. 7. Gloor (Wetzel) 1:1. 13. Kolnik (Toms, Rubin) 2:1. 19. Savary (Salmelainen, Déruns) 3:1. 27. Rubin (Bezina, Kolnik) 4:1. 34. Kolnik (Salmelainen, Toms/Ausschluss Nüssli) 5:1. 41. (40:22) Salmelainen (Bezina, Savary) 6:1. 58. Savary (Malik, Rubin/Ausschluss Tschantré) 7:1. 60. (59:55) Déruns (Hürlimann, Savary) 8:1. - Strafen: 5mal 2 plus 10 Minuten (Maurer) gegen Genève-Servette, 7mal 2 Minuten gegen Biel.

PostFinance-Topskorer: Salmelainen; Bordeleau.

Genève-Servette: Tobias Stephan; Mercier, Goran Bezina; Vukovic, Malik; Höhener, Breitbach; Maurer; Toms, Rubin, Kolnik; Déruns, Savary, Salmelainen; Cadieux, Trachsler, Suri; Rivera, Florian Conz, Hürlimann; Flurin Randegger.

Biel: Berra/Caminada (ab 41.); Jackman, Seydoux; Schneeberger, Steinegger; Kparghai, Brown; Trunz; Truttmann, Bordeleau, Tschantré; Lötscher, Fata, Nüssli; Ehrensperger, Peter, Deny Bärtschi; Zigerli, Gloor, Wetzel; Mauro Beccarelli.

Bemerkungen: Genève-Servette ohne Gobbi (verletzt). Biel ohne Gossweiler und Fröhlicher (beide Saisonende). 46. Pfostenschuss Fata.

Davos - Fribourg 4:3 (1:2, 1:0, 1:1, 0:0) n.P.

Vaillant Arena. - 4713 Zuschauer. - SR Kurmann, Niquille/Zosso

Tore: 4. Aubin (Lachmatow, Heins) 0:1. 7. (6:23) Knöpfli (Mowers, Aubin/Ausschluss Marha) 0:2. 8. (7:19) Joggi (Marc Wieser, Dino Wieser) 1:2. 28. Guggisberg (Dino Wieser, Reto von Arx) 2:2. 48. Botter (Plüss) 2:3. 58. Reto von Arx (Guggisberg/Ausschluss Dino Wieser!) 3:3.

Penaltyschiessen: Back- (scheitert), Aubin - (scheitert); Bürgler - (scheitert), Mowers - (scheitert); Joggi - (verschiesst), Jeannin 0:1; Forster - (scheitert), Sprunger - (scheitert); Setzinger 1:1, Heins - (scheitert); Jeannin - (scheitert), Setzinger 2:1.

Strafen: je 2mal 2 Minuten.

PostFinance-Topskorer: Guggisberg; Aubin.

Davos: Genoni; Wellinger, Forster; Ramholt, Marha; Back, Grossmann; Guggisberg, Reto von Arx, Carbis; Widing, Taticek, Setzinger; Marc Wieser, Rizzi, Dino Wieser; Bürgler, Joggi, Sciaroni.

Fribourg: Caron; Heins, Collenberg; Abplanalp, Birbaum; Gerber, Ngoy; Voisard; Mowers, Aubin, Lachmatow; Casutt, Jeannin, Knöpfli; Sprunger, Hasani, Plüss; Lauper, Botter, Leblanc.

Bemerkungen: HCD ohne Jan von Arx (verletzt), Stoop, Untersander (beide ohne Ausrüstung wegen U20-WM), Salmonsson (überzählig), Fribourg ohne Bykow, Wirz (beide verletzt), Ouellet (überzählig), Leuenberger (abwesend/Familie). 7. Pfostenschüsse von Aubin und Mowers. 35. Pfostenschuss von Widing. 50. Timeout von Davos.

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