Tornado wütete gnadenlos
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Tornado wütete gnadenlos

Mindestens ein Mensch ist durch schwere Tornados im US-Bundesstaat Colorado ums Leben gekommen. Zudem regnete es Hagelkörner, die so gross wie Golfbälle waren. Zahlreiche Menschen wurden verletzt.

Wie lokale Medien berichteten, wurden Hunderte Gebäude schwer beschädigt oder zerstört. Auch an Autos entstanden grosse Schäden. Die Hagelkörner seien so gross wie Golfbälle gewesen.

Fahrzeuge wurden von Strassen gefegt, 15 Eisenbahnwaggons stürzten um. Zentrum war der Bezirk Weld knapp 100 Kilometer nördlich von Denver. Gouverneur Bill Ritter erklärte den Kreis zum Notstandsgebiet.

«Es klang, als ob jemand alle Türen aus dem Haus reissen würde», berichtete Kelly Keil, die mit ihrer fünf Jahre alten Tochter Zuflucht in einem Schrank gesucht hatte. Loree Wilkinson flüchtete mit ihren Kindern im Alter von neun und sechs Jahren in den Keller. Die Kleine betete: «Bitte lass mich nicht sterben, ich habe doch gerade erst den Kindergarten beendet», wie ihre Mutter erzählte.

Gouverneur Bill Ritter rief für das betroffene Gebiet den Notstand aus. Die Nationalgarde sei im Hilfseinsatz. Besonders stark betroffen sei die Kleinstadt Windsor rund 130 Kilometer nördlich von Denver. Die rund 16 000 Einwohner von Windsor müssten wegen Gaslecks den Ort verlassen.

Die betroffenen Ortschaften liegen in einem Gebiet an den Rocky Mountains. Dort sei ein solches Wetterphänomen ungewöhnlich, sagte ein Feuerwehrhauptmann dem Nachrichtensender CNN.

(SDA/AP)

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