Aktualisiert 22.04.2014 18:21

Champions LeagueTorres' Rückkehr in die Heimat

Fernando Torres strebt mit Chelsea einen Sieg im Calderón-Stadion an. Keine einfache Aufgabe, die Rojiblancos sind das einzige noch ungeschlagene Team der Königsklasse.

von
fbu

Die Champions League startet mit dem Duell Atlético Madrid gegen Chelsea in die Halbfinalphase. Für Chelsea ist es die siebte Teilnahme an der Runde der letzten vier in den vergangenen elf Saisons. Ganz anders sieht das bei Atlético aus: Zum ersten Mal seit 1974 darf es wieder im Halbfinal mitwirken.

Klingt nach klaren Verhältnissen. Doch es wäre zu einfach, die Blues zu den klaren Favoriten zu erklären. Atléticos aktuelle Form ist nämlich beachtlich. Neben dem Viertelfinal-Triumph über den FC Barcelona hat der Klub in der Liga die vergangenen acht Partien gewonnen. In der Königsklasse ist Atlético die letzte ungeschlagene Mannschaft.

Von einem solchen Lauf kann Chelsea nur träumen. Zwar qualifizierte sich das Team von José Mourinho in extremis noch für die Champions-League-Halbfinals, in der Meisterschaft erlitten die Blues zuletzt aber einen argen Dämpfer. Am Samstag kassierten die Londoner gegen Schlusslicht Sunderland nach 77 Partien der Ungeschlagenheit die allererste Heimniederlage unter Mourinho. Der Rückstand auf Leader Liverpool ist auf fünf Punkte angewachsen. Der Meisterpokal ist damit in die Ferne gerückt.

Zwei Spieler im Fokus

Im Duell zwischen Atlético und Chelsea stehen zwei Spieler unter besonderer Beobachtung. Madrids Goalie Thibaut Courtois ist eine Leihgabe der Blues. Schnell kamen Gerüchte auf, dass der Keeper nicht spielen dürfe. Die Uefa sprach allerdings ein Machtwort. Eine einfache Situation dürfte es für den 21-jährigen Belgier trotzdem nicht werden. Mourinho – wie er leibt und lebt – liess die Möglichkeit zur Provokation nicht aus und drohte Courtois bei einer Rückkehr zu Chelsea mit einer zweijährigen Verbannung auf die Bank.

Einen speziellen Moment dürfte auch Fernando Torres beim Einlaufen ins ausverkaufte Calderón erleben. Erstmals könnte er in seinem früheren Heimstadion wieder zum Einsatz kommen. Der Stürmer mit dem Spitznamen El Niño wurde bei Atlético gross und geniesst dort bis heute einen hohen Status. Während des Spiels soll er das aber nicht zu spüren bekommen, meint Atlético-Coach Diego Simeone: «Fernando Torres ist Teil dieses Klubs, er liebt den Klub und viele Menschen hier lieben ihn. Vor und nach dem Spiel wird ihm hier sehr viel Liebe entgegenschlagen, doch während der Partie ist er wie jeder Chelsea-Spieler ein Gegner, den es zu stoppen gilt. Unabhängig davon wird er immer einer von uns sein.»

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