Winter-Transfers: Torres und Schürrle sind die beiden grossen Wechsel
Aktualisiert

Winter-TransfersTorres und Schürrle sind die beiden grossen Wechsel

In den letzten Jahren wurden im Januar oft grosse Transfers getätigt. 2015 sind Fernando Torres' Heimkehr zu Atlético und der Schürrle-Deal die grössten.

von
Oliver Fischer
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Wilfried Zaha (o.) gehört nun endgültig Crystal Palace. Der Premier-League-Klub übernimmt den 22-Jährigen, der bereits seit Sommer für Crystal Palace spielt, von Manchester United.

Wilfried Zaha (o.) gehört nun endgültig Crystal Palace. Der Premier-League-Klub übernimmt den 22-Jährigen, der bereits seit Sommer für Crystal Palace spielt, von Manchester United.

Keystone/AP/Kirsty Wigglesworth
Nach einem Jahr verlässt Mohamed Salah den FC Chelsea. Der 22-jährige Ägypter wird bis zum Saisonende an die AC Fiorentina ausgeliehen.

Nach einem Jahr verlässt Mohamed Salah den FC Chelsea. Der 22-jährige Ägypter wird bis zum Saisonende an die AC Fiorentina ausgeliehen.

Keystone/AP/tim Ireland
Der Kolumbianer Juan Cuadrado wechselt am letzten Tag, an dem das Transferfenster offen hatte, von der AC Florenz nach England. Er unterschreibt einen Vierjahresvertrag bei Chelsea.

Der Kolumbianer Juan Cuadrado wechselt am letzten Tag, an dem das Transferfenster offen hatte, von der AC Florenz nach England. Er unterschreibt einen Vierjahresvertrag bei Chelsea.

Keystone/AP/Fabio Muzzi

Im Fussball geht es – neben sehr viel Geld – vor allem um die grossen Emotionen. Und so überrascht es nicht, dass während der internationalen Transferfenster die Gerüchteküche brodelt und die Fans auf den sozialen Medien grosse Namen und noch grössere Summen heiss diskutieren.

Wie meistens wurde die Transfersuppe auch diesen Januar deutlich kühler gelöffelt als sie gekocht wurde. Weder kehrte Gareth Bale für hundert-sowieso Millionen auf die Insel zurück, ging David De Gea zu Real, noch konnte Manchester United Mats Hummels von Dortmund loseisen. Auch Lionel Messi ist nicht bei Chelsea gelandet und auch Luis Suarez spielt weiterhin für Barcelona. Und selbst Mario Balotelli hat den Klub nicht gewechselt.

Zwei Namen stechen heraus: Torres und Schürrle

Aus der Masse der vielen kleineren und mittleren Transfers ragen vor allem zwei Namen heraus: zum einen der spanische Welt- und Europameister Fernando Torres, der nach glücklichen (Liverpool) und weniger glücklichen (Chelsea, Milan) Wanderjahren an seine alte Wirkungsstätte zu Atlético Madrid zurückgekehrt ist – und dort dank Toren gegen Real Madrid und den FC Barcelona bereits wieder unbestritten der Publikumsliebling ist – zum anderen der deutsche Weltmeister André Schürrle, der von Chelsea zurück in die Bundesliga zum ersten Bayern-Verfolger Wolfsburg stösst. Zusammen haben diese beiden Wechsel ihre neuen Vereine aber gerade einmal 35 Millionen gekostet.

Allein in der englischen Premier League wurden für einzelne Transfers ähnliche Summen bezahlt. Doch weder Juan Cuadrado, der von Florenz zu Chelsea wechselte, und immerhin an der WM letzten Sommer als kongenialer Partner von James Rodriguez aufgefallen war, noch Wilfried Bony, der von Swansea zu Manchester City transferiert wurde, sind die ganz grossen Namen – trotz Ablösesummen von jeweils über 32 Millionen Euro.

Viel Wirbel um Shaqiri-Wechsel

Einer, der für wilde Spekulationen sorgte, war der Schweizer Xherdan Shaqiri, dessen (forcierter) Abgang bei Bayern München einige Klubs auf den Plan rief. Liverpool und Juventus Turin schienen lange die Favoriten, bis letztlich Inter Mailand das Rennen machte und sich mit Lukas Podolski von Arsenal gleich noch einen zweiten Hochkaräter an Land zog. Die sportliche Talfahrt der Mailänder konnten die beiden aber noch nicht stoppen. Nach Italien hat es auch den Ex-YB-Topskorer Seydou Doumbia gezogen, der nach durchaus erfolgreichen Jahren bei ZSKA Moskau nun zur AS Rom gewechselt ist.

Ebenfalls für viel Wirbel sorgte der Wechsel des norwegischen Teenagers Martin Ödegaard zu Real Madrid. Das lag aber in erster Linie an seinem Alter (16) und daran, dass neben den Königlichen halb Europa (Bayern, Arsenal, Ajax, Liverpool u.a.) das Supertalent jagten. Der Transfer war am Ende aber weder teuer, noch allzu spektakulär, soll Ödegaard doch zunächst in Reals B-Team unter Zinedine Zidane zum Einsatz kommen.

Weitere mehr oder weniger prominente Wechsel der Transferperiode Januar 2015 sehen Sie in der Bildstrecke oben.

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