Aktualisiert 27.10.2009 13:46

FCZ – FCBTorspektakel und Kartenflut garantiert

Das Erzrivalenduell FC Zürich gegen FC Basel am Mittwochabend kann ein richtiger Knaller werden. Wenn die beiden Teams wie am letzten Wochenende spielen, fallen viele Tore. Werden auch die Zweikämpfe so hart geführt wie letzte Saison, hagelt es noch viele Karten obendrein.

von
Herbie Egli

Spricht man momentan von einem Fussballspektakel, denken viele Fans noch an das Spiel Luzern – Basel am letzten Sonntag. Zu Recht. War das ein Torfestival. 0:1, 1:1, 1:2 nach acht Minuten, 2:2, 2:3, 3:3, 4:3 nach 87 Minuten. Dann die Nachspielzeit mit den Treffern von Alex Frei zum 4:4 und Marco Streller zum 4:5, der den Sieg bedeutete. Die Partie des FC Zürich mit dem 3:1-Auswärtssieg beim FC St. Gallen ging fast unter.

Wieder Last-Minute-Tore?

Nun treffen am Mittwochabend der FC Zürich und FC Basel im Zürcher Letzigrund im Direktduell aufeinander. Die Spiele zwischen den beiden Schweizer Meistern der letzten sechs Jahre haben es generell in sich. Zwei Beispiele gefällig? Im Mai 2006 schoss Iulian Filipescu in Basel in der 93. Minute den FCZ mit seinem Last-Minute-Tor zum Meistertitel und im ersten Duell dieser Saison war es Benjamin Huggel, der in der 89. Minute die zwei Minuten vorher erzielte FCZ-Führung zum Schlussresultat von 1:1 ausglich.

Generell fallen in den Direktbegegnungen dieser beiden Teams aber nicht viele Tore. Das zeugt von guter Abwehrleistung auf beiden Seiten. Dafür sammeln die Spieler Karten, weil sie die Zweikämpfe hart führen. Beim 1:1 anfangs Saison gab es sechs gelbe und zwei gelb-rote Karten. In den vier Duellen der letzten Saison waren es 19 Gelbe und zwei Gelb-Rote. Im Durchschnitt also 5,25 Karten pro Spiel – praktisch gleich verteilt auf beide Teams.

Beide Abwehrketten gefordert

Ausgerechnet im Duell gegen den FCB muss der FC Zürich nun auf seinen Abwehrchef und Kapitän Hannu Tihinen verzichten. Der Finne sitzt eine Gelbsperre ab. Das gleiche Verdikt trifft beim FC Basel den türkischen Verteidiger Cagdas und mit David Abraham fehlt auch noch der Abwehrchef verletzungsbedingt. Bei beiden Teams stehen am Mittwoch also nicht alle Stammverteidiger im Einsatz. Schon kleine Abstimmungsprobleme können daher leicht zu Gegentreffern führen.

Beim FCB sind vor allem die Stürmer Alex Frei und Marco Streller in Torlaune. Zusammen haben die beiden ehemaligen Aesch-Junioren in der laufenden Meisterschaft in 13 Spielen schon 17 Treffer erzielt. Vor allem Streller hat seit Freis Rückkehr aus Dortmund wieder «Nati-Format» angenommen. Beim FCZ erwartet man die Tore am ehesten von Johan Vonlanthen und/oder Alexandre Alphonse. Bis vor kurzem hiessen die FCZ-Goalgetter noch Almen Abdi und Eric Hassli. Letzterer ist aber nach wie vor verletzt und Zweitletzterer weiter auf dem Abstellgleis.

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