Aktualisiert 28.02.2015 15:32

Skination ÖsterreichTotaler Ösi-Triumph in Garmisch

Hannes Reichelt, Romed Baumann und Matthias Mayer - so lautet das Podest bei der verkürzten Abfahrt in Garmisch. Didier Défago wird als 9. bester Schweizer.

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Samstag, 28. Februar 2015
Samstag, 28. Februar 2015

Hannes Reichelt unterstreicht seine Stellung als momentaner Speed-Dominator: Der Österreicher gewinnt die Abfahrt von Garmisch-Partenkirchen.

AFP/Philipp Guelland
Seine Teamkollegen Romed Baumann (Bild) und Matthias Mayer fahren auf die Plätze zwei und drei.

Seine Teamkollegen Romed Baumann (Bild) und Matthias Mayer fahren auf die Plätze zwei und drei.

AFP/Philipp Guelland
Bester Schweizer wird Didier Défago auf Rang 9. Wegen Nebels wurde das Rennen mit über zweistündiger Verspätung und auf einer verkürzten Piste durchgeführt.

Bester Schweizer wird Didier Défago auf Rang 9. Wegen Nebels wurde das Rennen mit über zweistündiger Verspätung und auf einer verkürzten Piste durchgeführt.

Keystone/Stephan Jansen

Nur eine Woche nach ihrem dreifachen Erfolg von Saalbach stehen auch in der Weltcup-Abfahrt in Garmisch drei Österreicher auf dem Podium. Hannes Reichelt gewinnt 0,01 Sekunden vor Romed Baumann.

Seit der Abfahrts-Pleite der WM in Beaver Creek stürzen sich die Österreicher so erfolgreich die Pisten hinunter wie zu ihren ganz grossen Zeiten. In Garmisch war die Reihe wieder an Hannes Reichelt, der nach der längsten Abfahrt der Saison am Wengener Lauberhorn auch die zweitkürzeste des Winters für sich entschied. Reichelt gewann den Sprint am Kreuzeck, denn die Strecke war wegen Nebels verkürzt worden. Sie war allerdings immer noch rund 13 Fahrsekunden länger als die Hahnenkamm-Abfahrt in Kitzbühel, die ebenfalls auf verkürztem Parcours stattgefunden hatte.

Baumann muss weiter auf seinen ersten Abfahrtssieg warten

Allerdings wurde es so knapp wie überhaupt nur möglich. Um einen einzigen Hundertstel setzte sich Reichelt vor Teamkollege Romed Baumann, der damit seinen ersten Abfahrtssieg erneut verpasste. Zum vierten Mal belegte er nunmehr Platz 2. Den dritten Platz auf dem Podium sicherte sich Olympiasieger Matthias Mayer - trotz einer leichten Grippe.

Didier Défago fehlten zu einem Platz auf dem Podium lediglich 23 Hundertstel, doch dies reichte nur noch zum 9. Platz. Der Walliser durfte mit seinem Rennen aber dennoch zufrieden sein. Er wählte eine risikoreiche Linie, was sich aber letztlich rangmässig zu wenig auszahlte. Weltmeister Patrick Küng war in dieser Prüfung der knappen Abstände nur einen Zehntel langsamer als Défago, aber auch ihm blieb schliesslich nur der 12. Platz.

Janka und Feuz nicht in den Top 20

Der Rest der Schweizer Mannschaft sah sich deutlich geschlagen und landete ausserhalb der Top 20. Beat Feuz musste gar froh sein, gesund das Ziel erreicht zu haben. Der Emmentaler war an einem Sprung gefährlich in Rücklage geraten.

Unter die Geschlagenen reihte sich auch Kjetil Jansrud. Als 17. machte der Norweger nur wenige Punkte. Im Abfahrts-Weltcup rückte ihm dadurch Reichelt wieder bis auf 86 Punkte nahe und im Kampf um den Gesamt-Weltcup kann er mit solchen Ergebnissen Marcel Hirscher nicht bedrängen. Sein Rückstand auf den Österreicher beträgt 102 Punkte. Und am Sonntag steht in Garmisch wieder ein Riesenslalom auf dem Programm.

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