Neuginea: Tote bei Erdbeben in Indonesien
Aktualisiert

NeugineaTote bei Erdbeben in Indonesien

Eine Serie heftiger Erdbeben hat in Indonesien mindestens vier Menschen das Leben gekostet. Die Erdstösse mit einer Stärke bis 7,6 erschütterten am Sonntag die Insel Neuguinea im äussersten Osten des pazifischen Inselstaates.

Dutzende Menschen wurden verletzt. In der Provinzhauptstadt Manokwari fiel der Strom aus, und eine Tsunami-Warnung versetzte die Einwohner in Angst und Schrecken. Eines der Beben war bis nach Australien zu spüren. Aus Japan wurden kleinere Flutwellen gemeldet.

Das Zentrum der Bebenserie am frühen Morgen lag nach Angaben der US-Erdbebenwarte in 35 Kilometern Tiefe etwa 135 Kilometer von Manokwari in der Provinz Papua entfernt. Es gab mehrere kleinere Nachbeben.

Präsident Susilo Bambang Yudhoyono erklärte, es seien mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Unter den Todesopfern war auch ein zehnjähriges Mädchen, das Kopfverletzungen erlitt, wie ein Klinkleiter in der Provinz Papua mitteilte. 19 Verletzte seien in das Krankenhaus gebracht worden, sagte Hengky Tewu. In einer weiteren Klinik wurden 20 Menschen behandelt.

Nach Behördenangaben stürzten 135 Gebäude ein oder wurden schwer beschädigt. Auch ein Rollfeld des Flughafens sei beschädigt worden, erklärte Präsident Yudhoyono. Der Polizei zufolge wurden in Manokwari das Hotel Mutiara und ein Lagergebäude für Reis zerstört. In der 167 000 Einwohner zählenden Küstenstadt brach die Stromversorgung zusammen. Viele Bewohner flohen aus Angst vor einem Tsunami im Dunkeln auf die Strasse.

Tsunami-Warnung aufgehoben

Die indonesischen Meteorologen gaben eine Tsunami-Warnung heraus, die jedoch wenig später wieder aufgehoben wurde. Aus Japan wurden kleinere Flutwellen von zehn bis 40 Zentimetern gemeldet. Das Erdbeben war bis in die 1300 Kilometer entfernte australische Stadt Darwin zu spüren, Schäden entstanden dort allerdings nicht.

Indonesien liegt in einer seismologisch äusserst aktiven Region, dem so genannten Ring aus Feuer. An Weihnachten 2004 hatte ein starkes Beben vor Sumatra einen massiven Tsunami ausgelöst, dem mehr als 230 000 Menschen zum Opfer fielen. (dapd)

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