Aktualisiert

Nach WahlTote bei Unruhen in Gabun

Bei Unruhen nach der umstrittenen Präsidentenwahl in Gabun sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen.

Ein 33-Jähriger sei am Donnerstag in Port-Gentil, der zweitgrössten Stadt des Landes, von einer Kugel am Kopf getroffen worden und am Freitag verstorben, sagten Angehörige der Nachrichtenagentur AFP. Als sie den Toten in ein Leichenschauhaus der Stadt gebracht hätten, sei dort ein weiterer Toter mit Schusswunden in der Brust eingeliefert worden. Ein Parlamentarier aus Port-Gentil bestätigte die beiden Todesfälle.

Trotz einer Ausgangssperre in der Stadt kam es am Freitagabend zu Unruhen und Plünderungen. Anwohner sagten, sie hätten Schüsse gehört. Ein Sport- und Freizeitzentrum des Erdölkonzerns Total wurde in Brand gesetzt, bereits am Nachmittag wurde eine Polizeistation geplündert und ebenfalls in Brand gesetzt.

Proteste nach Verkündigung des Wahlergebnisses

Die Unruhen waren am Donnerstag ausgebrochen, nachdem offiziell der Wahlsieg Ali Bongos, des Sohnes des im Juni verstorbenen Präsidenten Omar Bongo Ondimba, verkündet worden war.

Oppositionspolitiker in dem zentralafrikanischen Land sprachen von massivem Betrug bei der Wahl vom Sonntag. Demonstranten warfen Frankreich vor, Bongo als Nachfolger seines Vaters «eingesetzt» zu haben. Anhänger der Opposition zündeten am Donnerstag in Port-Gentil das französische Generalkonsulat an und stürmten ein Gefängnis. (sda)

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