Aktualisiert 13.07.2008 09:46

Drama

Tote Mutter gebärt Kind

Mit einem Not-Kaiserschnitt haben Ärzte das sieben Monate alte Baby einer Unfalltoten lebend zur Welt gebracht.

Die schwangere 25-jährige Frau war am Freitagabend als Beifahrerin von einem auf der Autobahn 2 nahe Helmstedt umherfliegenden Eisenstück tödlich am Kopf getroffen worden, wie die Autobahnpolizei Braunschweig berichtete. Dem Baby, einem Jungen, geht es laut Polizei gut.

Zu dem tragischen Verkehrsunfall kam es, weil eine Autofahrerin auf der Gegenfahrbahn die Kontrolle über ihr gerade erst gekauftes Auto verloren hatte. Die ebenfalls 25 Jahre alte Fahrerin gab an, ein grünes Auto habe sie abgedrängt. Mit etwa Tempo 150 schleuderte ihr Opel vom mittleren Fahrstreifen nach links in die Mittelschutzplanke, rutschte daran entlang und kam entgegengesetzt zur Fahrtrichtung auf dem mittleren Fahrstreifen zum Stehen. Trotz Totalschadens des Autos blieben die Fahrerin und ihr 32 Jahre alter Beifahrer unverletzt.

Bei dem Aufprall des Pkw auf die Mittelschutzplanke wurden mehrere Teile der Verankerungsstützen von der Planke abgerissen. Ein etwa 70 Zentimeter langes und rund 15 Kilogramm schweres Profileisen flog auf die andere Fahrbahnseite und durchschlug mit hoher Wucht die Frontschreibe eines Autos. Der 35-jährige Fahrer wurde an der rechten Schulter schwer verletzt, die 25-jährige schwangere Beifahrerin wurde am Kopf getroffen und erlitt tödliche Verletzungen.

Helfer bargen das Paar aus dem Auto. Ein zufällig vorbeigekommener Unfallchirurg und ein Sanitäter übernahmen die Erste Hilfe. Die tote Schwangere wurde sofort mit dem ersten am Ort eingetroffenen Rettungswagen ins Krankenhaus Helmstedt transportiert. Den Chirurgen gelang es, das Kind lebend zu entbinden. Das Baby wird in einer Klinik in Wolfsburg weiter medizinisch versorgt. (dapd)

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