Aktualisiert 21.10.2016 12:13

Mord in Freiburg (D)Tote Studentin – war es der Täter von Emmen?

Eine 19-jährige Medizinstudentin wurde in Freiburg im Breisgau (D) vom Velo gerissen, ins Gebüsch gezerrt, vergewaltigt und ermordet. Der Fall erinnert an die Tat von Emmen LU.

von
pat/emi
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Das Opfer der Vergewaltigung von Emmen ist seit der brutalen Tat vom Kopf abwärts gelähmt. Die Schwester wachte tagelang am Bett des Opfers.

Das Opfer der Vergewaltigung von Emmen ist seit der brutalen Tat vom Kopf abwärts gelähmt. Die Schwester wachte tagelang am Bett des Opfers.

Screenshot SRF
Hier geschah die Tat: Der Täter riss die 26-Jährige vom Velo und vergewaltigte sie. Im Bild eine andere Radfahrerin.

Hier geschah die Tat: Der Täter riss die 26-Jährige vom Velo und vergewaltigte sie. Im Bild eine andere Radfahrerin.

Keystone/Alexandra Wey
371 Männer wurden innerhalb von 15 Tagen zum DNA-Test vorgeladen. Die Ermittler wollen die Daten laufend auswerten.

371 Männer wurden innerhalb von 15 Tagen zum DNA-Test vorgeladen. Die Ermittler wollen die Daten laufend auswerten.

Keystone

Der Fall erschüttert derzeit Freiburg im Breisgau (D) nahe der Schweizer Grenze: Eine 19-Jährige machte sich in der Nacht auf Samstag nach einer Studentenparty um drei Uhr morgens mit dem Fahrrad auf den Heimweg. Doch dort kam sie nie an. Als die Medizinstudentin am Ufer der Dreisam entlangfuhr, wurde sie von einem Unbekannten vom Velo gerissen, ins Gebüsch gezerrt und vergewaltigt, wie der «Blick» berichtet.

Eine Joggerin fand ihre Leiche am frühen Sonntagmorgen – sie lag im Wasser. Ein Damen-Trekkingbike wurde in der Nähe des Tatorts entdeckt. Die Ermittler suchen nun mit Flugblättern nach dem Besitzer. Mehr als 60 Hinweise sind bereits eingegangen, bisher fehlt aber eine heisse Spur.

Opfer vom Kopf abwärts gelähmt

Der Fall weist Parallelen zur Vergewaltigung in Emmen LU auf. Eine 26-Jährige war am 21. Juli 2015 auf dem Dammweg vom Velo gezerrt und brutal vergewaltigt worden – ebenfalls in Ufernähe. Das Opfer ist seither vom Kopf abwärts gelähmt.

Die Ermittler stehen noch immer vor einem Rätsel. Trotz zahlreichen DNA-Tests, 10'000 Franken Belohnung und Handyauswertung konnte der Täter noch nicht gefunden werden. Nach ihm wurde auch im Ausland gesucht.

Dass ein Zusammenhang zwischen den beiden Taten besteht, können die Behörden nicht ausschliessen. «Wir prüfen alle Fälle der vergangenen Zeit und der näheren Umgebung», sagt Freiburgs Polizeisprecherin Laura Riske zum «Blick». Auch die Luzerner Behörden klären sämtliche ähnlichen Fälle in der Schweiz und im Ausland ab.

Vergleich laut Luzerner Behörden zu früh

Simon Kopp, Sprecher von der Staatsanwaltschaft Luzern: «Wir haben von diesem Fall Kenntnis bekommen und gleichen ähnliche Fälle automatisch mit unseren Ermittlungen ab. Mit den deutschen Behörden werden wir Kontakt aufnehmen.»

Einen Vergleich aufzustellen sei allerdings noch zu früh. «Die einzelnen Parallelen zum Fall von Emmen genügen noch nicht, um zum jetzigen Zeitpunkt sagen zu können, dass es sich um denselben Täter handelt», so Kopp. Der grösste Unterschied zum Fall von Emmen sei laut Kopp, dass die Studentin aus Freiburg nicht mehr lebe und damit keine Signalementangaben zum Täter machen könne, was die Untersuchung und den Vergleich zusätzlich erschweren werde.

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