Tsunami-Alarm: Tote und Verletzte bei schwerem Erdbeben
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Tsunami-AlarmTote und Verletzte bei schwerem Erdbeben

Ein schweres Beben im Pazifik hat den Osten Indonesiens erschüttert. Der Erdstoss mit der Stärke von 7,6 war vor allem in der Provinz West-Papua zu spüren. Mindestens vier Menschen kamen ums Leben, Dutzende weitere Menschen wurden verletzt.

Nach Angaben des Geologischen Instituts der USA ereignete sich am frühen Sonntag ein Beben der Stärke 7,6 etwa 150 Kilometer nordöstlich der Provinzhauptstadt Manokwari in rund 35 Kilometern Tiefe. Kurz darauf wurden ein Nachbeben der Stärke 7,5 sowie mehrere kleinere Erdstösse gemessen.

Eine Tsunami-Warnung wurde ausgegeben und kurz darauf wieder aufgehoben. An der japanischen Pazifikküste schlugen kleinere Tsunamis mit einer Höhe von einem halben Meter an Land. Nach Angaben des meteorologischen Instituts Japans wurden jedoch keine Schäden verursacht.

Hotelgäste verschüttet

In Manokwari wurden mehrere Gebäude beschädigt oder zerstört, zudem fiel in der Region teilweise der Strom aus. Nach dem ersten Nachbeben stürzte ein Hotel ein. Drei Gäste, die nach Aufhebung der Tsunami-Warnung in ihre Zimmer zurückgekehrt waren, wurden lebend unter den Trümmern herausgezogen.

Rettungsteams suchten Medienberichten zufolge weiter nach Menschen, die unter Trümmern eingeschlossen waren. In Spitälern wurden insgesamt 52 Verletzte gezählt. Mehrere hundert Menschen fanden sich nach Angaben eines Radiosenders zudem in einem Fussballstadion ein, um leichte Verletzungen medizinisch behandeln zu lassen

In Indonesien gibt es häufig Erdbeben und Tsunami-Warnungen. Am 26. Dezember 2004 hatte ein Seebeben eine gewaltige Flutwelle ausgelöst. In Asien kamen damals mindestens 230 000 Menschen ums Leben, mehr als die Hälfte der Opfer gab es in Indonesien.

Tsunami-Frühwarnsystem

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(dapd)

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