Kriens: Toter bei Schiesserei in Fastfood-Restaurant
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KriensToter bei Schiesserei in Fastfood-Restaurant

Wildwest in der Luzerner Vorortsgemeinde Kriens: Bei einer Schiesserei zwischen zwei Personengruppen in einem Schnellimbiss-Restaurant wurde ein Mann getötet und ein zweiter verletzt. Vier Personen wurden festgenommen.

Die Auseinandersetzung eskalierte kurz vor Mitternacht im Restaurant «Dany's». Vier Männer aus dem ehemaligen Jugoslawien hätten sich bereits im Lokal aufgehalten, sagte Polizeisprecher Simon Kopp auf Anfrage. Als zwei weitere Männer hinzugestossen seien, sei es aus vorerst nicht geklärten Gründen zur Konfrontation mit Waffengewalt gekommen.

Medienberichte, nach denen auf beiden Seiten je eine Pistole zum Einsatz gekommen sei, konnte Kopp gegenüber 20 Minuten Online nicht bestätigen: «Wir haben nur eine Waffe sichergestellt.» Laut Kopp gehörte sie der Gruppe im Lokal. «Ein Zeuge hat ausgesagt, es sei eine zweite im Spiel gewesen», so Kopp. Gefunden habe man bisher aber nichts und man müsse weitere Aussagen abwarten. «Sicher ist bisher nur, dass mehrere Schüsse fielen und dass die beiden Verletzten von Schüssen aus der sichergestellten Pistole getroffen wurden», so Kopp gegenüber 20 Minuten Online. Ob die Waffe legal in der Schweiz war und der Eigentümer eine Lizenz hat, ist unklar.

Alle Beteiligten legal in der Schweiz

Bei den Verletzten handelte es sich um die beiden eintretenden Männer. Die zwei Brüder sind laut Polizei in Sarnen (OW) wohnhaft gewesen und stammen aus Ex-Jugoslawien. Die genaue Nationalität konnte die Polizei noch nicht ermitteln. Der 28-Jährige wurde tödlich getroffen und verstarb noch am Tatort. Sein 23-jähriger Bruder musste mit einer Schussverletzung ins Spital gebracht werden. Er ist gemäss Kopp nicht in Lebensgefahr.

Die Polizei nahm noch in der Nacht einen Tatverdächtigen fest. Später erfolgten drei weitere Festnahmen. Bei allen vier Verdächtigen handelt es sich um Männer im Alter zwischen 21 und 35 Jahren aus Kriens. Je zwei von ihnen stammen ursprünglich aus dem Kosovo respektive aus Serbien. Sie sind nach Angaben von Kopp nicht miteinander verwandt. Alle Beteiligten sind legal in der Schweiz; ob sie polizeilich bekannt sind, klärt die Polizei ab.

Die Hintergründe und der genaue Ablauf der Tat waren zunächst unklar. Einen Zusammenhang mit der Fasnacht schloss Kopp aus. Die Beteiligten seien nicht maskiert gewesen.

Zweite Schiesserei in Kriens

Im Dorfzentrum von Kriens war es bereits am 2. Januar zu einem tödlichen Streit gekommen (20 Minuten Online berichtete). Damals wurde ein Mann um 3 Uhr in der Früh bei einer Bäckerei so schwer verletzt, dass er Stunden später im Spital starb.

(amc/ap/sda)

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