Aktualisiert 15.01.2015 12:11

Deutschland

Toter Eritreer nach Demonstration entdeckt

Ein in Dresden tot aufgefundener Asylbewerber aus Eritrea ist einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen. Er starb in der Nacht nach der Pegida-Demonstration durch Messerstiche.

von
cho
Khalid I. wurde in der Nacht auf Dienstag tot aufgefunden.

Khalid I. wurde in der Nacht auf Dienstag tot aufgefunden.

Am Tag nach der Pegida-Demonstration in Dresden fand ein Anwohner einen Asylbewerber aus Eritrea tot vor seiner Wohnsiedlung. Die Polizei war zunächst von einem Unfall oder einem natürlichen Tod ausgegangen. Dem ist heute jedoch nicht mehr so: Nachdem über Twitter bekannt geworden war, dass der 20-jährige Khalid I. blutüberströmt auf dem Boden lag, teilte Dresdens Polizeipräsident Dieter Kroll mit: «Aus den äusseren Merkmalen der Leiche ist nicht abzuleiten, was passiert ist. Es besteht ein Anfangsverdacht auf einen unnatürlichen Tod.» Die Mordkommission würde ermitteln, schreibt die «Mitteldeutsche Zeitung».

Wie nun Spiegel online berichtet, geht die Polizei mittlerweile von einem Tötungsdelikt aus. Das Online-Portal bezieht sich dabei auf Informationen aus Ermittlerkreisen. Der junge Mann starb durch mehrere Messerstiche in Hals und Brust, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Dresden, Lorenz Haase. In welchem Zusammenhang der 20-Jährige die Verletzungen erlitten hat, ist jedoch noch unklar.

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