Toter Ex-Spion: Kontaktmann auf dem Weg der Besserung
Aktualisiert

Toter Ex-Spion: Kontaktmann auf dem Weg der Besserung

Der russische Geschäftsmann Dimitri Kowtun, ein Schlüsselzeuge im Mordfall Litwinenko, befindet sich nach einer Behandlung wegen radioaktiver Verstrahlung nach eigenen Angaben auf dem Weg der Besserung.

Er rechne in den nächsten zehn Tagen mit der Entlassung aus dem Krankenhaus, sagte Kowtun am Mittwoch dem russischen Fernsehsender Kanal Eins. Nach Angaben seiner Ärzte habe sich seine Gesundheit stabilisiert.

Kowtun wird seit einigen Tagen in einem Moskauer Krankenhaus behandelt. Der Sendung «Spiegel TV» sagte er am Dienstag, er gehe davon aus, dass er bei seinem Treffen mit dem Ex-KGB-Agenten Alexander Litwinenko in London mit Polonium 210 verseucht wurde.

Kowtun soll auf noch ungeklärte Weise in den Mord an Litwinenko verwickelt gewesen sein. Der 41-Jährige war am 1. November im Londoner Hotel Millenium mit Litwinenko zusammengetroffen, kurz danach hatte dieser die ersten Vergiftungserscheinungen gespürt.

Kowtun hatte vor seinem Weiterflug von Moskau nach London vom 28. Oktober bis 1. November in Hamburg einen Zwischenstopp eingelegt. Dabei hatte er in der Wohnung seiner Ex-Frau übernachtet, wo die Ermittler Spuren von Polonium fanden.

(sda)

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