Ausgestopftes Haustier: Toter Golden Retriever wird zum Teppich

Madeleine Grant schockiert ihre Follower und Followerinnen: Sie postet das Video eines toten Golden Retrievers, dessen Fell zum Teppich wird.

Madeleine Grant schockiert ihre Follower und Followerinnen: Sie postet das Video eines toten Golden Retrievers, dessen Fell zum Teppich wird.

Instagram/chimerataxidermy
Publiziert

Makabre DekoFamilie lässt aus ihrem toten Golden Retriever einen Teppich machen

Eine australische Tierpräparatorin postet in den sozialen Netzwerken ein Video eines Hundefells – und erntet einen Shitstorm.

von
Nina Seddik

Die Trauer um ein Haustier ist ein langer und schmerzhafter Prozess für die Besitzer und Besitzerinnen. Um den Schmerz zu lindern und ihren treuen Begleiter noch länger bei sich behalten zu können, wenden sich manche Menschen an Tierpräparatoren und Tierpräparatorinnen. Obwohl man diese Praxis eher mit Füchsen oder Vögeln in Verbindung bringt, werden auch immer öfter Hunde und Katzen für die Ewigkeit ausgestopft und präpariert.

Das ist auch der Fall bei diesem Golden Retriever, dessen Familie die sterblichen Überreste in einen Fell-Teppich verwandeln liess. «Ein wunderschöner älterer Golden Retriever, der für seine Familie wie ein Fell konserviert wurde. Endlich ist er bereit für sein Zuhause», schreibt die australische Tierpräparatorin Madeleine Grant zu einem Video, in dem sie das Fell des toten Tieres sanft streichelt und seine Pfoten berührt.

Internet-Community ist entsetzt

Das Video hat auf Facebook und Instagram für eine Flut von empörten Kommentaren gesorgt. «Hilfe! Diese australische Familie hat ihren Hund in einen Teppich verwandelt», schreibt eine Nutzerin, die es geteilt hat. «Das ist wirklich makaber und dazu noch grausam», «Sie sollten ihn lieber im Garten begraben», so einige Userinnen und User weiter. 

Würdest du dein verstorbenes Haustier präparieren lassen?

Nachfrage steigt

Nebst einer Welle des Unverständnisses kann die 29-jährige Tierpräparatorin auch auf das Wohlwollen einiger Userinnen und User zählen. «Das sieht wunderschön aus», schreiben viele. Einige fragen auch, wie viel so ein präpariertes Fell kostet, da sie sich bald von ihrem Vierbeiner verabschieden müssen und die Idee toll finden. Und eine Frau schreibt: «Ich habe Anfang des Jahres meine Hündin verloren und es ist immer noch sehr schmerzhaft. Eine schöne Idee, aber ich könnte mir einfach nicht vorstellen, sie jeden Tag so zu sehen.»

Ein Vorbehalt, den Madeleine Grant versteht. Sie erklärt gegenüber «Yahoo News Australia», ihr Angebot sei sicherlich nicht für jede und jeden etwas. «Ich habe jedoch in den letzten fünf Jahren eine steigende Nachfrage nach dem Ausstopfen von Haustieren beobachtet. Aber der Trend ist noch neu, die Leute haben sich einfach noch nicht daran gewöhnt.»

Was hältst du von dem Trend? Kannst du die Kritik nachvollziehen? Oder findest du, das müssen die Besitzerinnen und Besitzer des verstorbenen Tieres selber entscheiden?

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