Aktualisiert 27.01.2019 21:18

Bergungsaktion

«Toter Wal auf Mallorca – das ist verrückt»

Maschinen versuchen im spanischen Cala Millor einen gestrandeten Wal zu bergen. Ein Schweizer Tourist ist vor Ort.

René Isler aus dem Kanton Thurgau verbringt die Wintermonate in Cala Millor auf Mallorca. Heute Morgen hörte er im Radio von einem gestrandeten Wal. «Da wir gerade in der Nähe waren, sind wir an den Strand gefahren», erzählt Isler. Der Wal habe am Kopf Verletzungen erlitten, eventuell von einer Schiffsschraube. Laut Mitarbeitern vor Ort könnte er darauf die Orientierung verloren haben. Eine Autopsie werde zeigen, weshalb der Meeressäuger genau strandete und verendet ist.

Isler sieht, wie Pneulader den toten Wal aus dem Meer ziehen wollen – bis am Sonntagmittag ohne Erfolg. Die Räder drehen im Sand durch. Der zirka 15 Meter lange Finnwal ist laut Berichten etwa sechs Tonnen schwer.

Mithilfe eines grösseren Baggers konnte der Kadaver schliesslich aus dem Wasser geborgen werden.

(Quelle: Leserreporter)

Der Bagger scheint nun stark genug, das Seil ist aber zu schwach:

(Quelle: Leserreporter)

Da der Wal für den Abtransport zu gross ist, soll er nun zerlegt werden und zur Autopsie nach Palma gebracht werden, berichtet Isler. Am Sonntagabend war dies aber noch nicht geschafft. Wie Isler berichtet, werde der Wal-Kadaver über die Nacht von der örtlichen Polizei bewacht.

«Es ist ein trauriger Anblick»

Der Wal wurde bereits am Samstagabend um 22 Uhr entdeckt. Da war er laut der «Mallorca Zeitung» noch am Leben. Passanten alarmierten den Notruf und Mitarbeiter des Palma Aquariums fuhren los, um ihn zu untersuchen. Der Wal habe schwer geatmet und stark geblutet. Gegen vier Uhr morgens sei er dann gestorben. Es handle sich um einen 15 Meter langen Finnwal, ein Jungtier, das um die sechs Tonnen wiegt.

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Auf Mallorca ist ein 15 Meter langer Finnwal angespült worden.

Auf Mallorca ist ein 15 Meter langer Finnwal angespült worden.

Leserreporter
Die Bergung des Kadavers gestaltete sich schwierig. Kein Wunder: Das Gewicht des Wahls wird auf 6 Tonnen geschätzt.

Die Bergung des Kadavers gestaltete sich schwierig. Kein Wunder: Das Gewicht des Wahls wird auf 6 Tonnen geschätzt.

Leserreporter
«Es ist ein trauriger Anblick», sagt ein Leserreporter vor Ort.

«Es ist ein trauriger Anblick», sagt ein Leserreporter vor Ort.

Leserreporter

«Es ist ein trauriger Anblick», sagt Isler betroffen. «Ein gestrandeter Wal hier auf Mallorca – das ist doch verrückt.» (20 Minuten)

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